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03.03.2016

17:58 Uhr

Brexit-Pläne

Währungsexperten warnen vor Schaden für britische Wirtschaft

Hedgefonds-Manager, Währungsexperten und britische Buchmacher sind sich einig: Ein Austritt Großbritanniens aus der EU ist derzeit unwahrscheinlich. Dennoch warnen Devisen-Fachleute vor einem Schaden für die Wirtschaft.

Spekulanten rechnen nicht unbedingt damit, dass das Pfund unter einem Brexit leidet. Einige Währungsexperten rechnen sogar mit einer leichten Wertsteigerung binnen Jahresfrist. Reuters

Wechselkurse in London

Spekulanten rechnen nicht unbedingt damit, dass das Pfund unter einem Brexit leidet. Einige Währungsexperten rechnen sogar mit einer leichten Wertsteigerung binnen Jahresfrist.

LondonGroßbritannien droht Währungsexperten zufolge bei einem EU-Austritt wirtschaftlicher Schaden. 39 von 45 Devisen-Fachleuten äußerten in einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters diese Meinung. Nur sechs waren der Ansicht, dass es wirtschaftlich keinen großen Unterschied mache, ob das Land die EU verlässt oder nicht. Die Briten sollen am 23. Juni per Volksentscheid darüber abstimmen. Premierminister David Cameron hatte Reformforderungen bei den EU-Partnern durchgesetzt, um Verfechtern eines Austritts den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Finanzmarkt-Wetten auf einen Brexit erscheinen derzeit wenig attraktiv. Hedgefonds-Manager glauben größtenteils nicht daran, dass das Referendum zu diesem Ausgang führt. Sie verweisen – mehr noch als auf Wählerumfragen – auf britische Wettbüros. Die meisten Buchmacher taxieren die Wahrscheinlichkeit eines EU-Austritts auf lediglich eins zu drei. Sollte es doch dazu kommen, werden die Konsequenzen als höchst unklar eingeschätzt. Für Börsen-Zocker ist längst nicht ausgemacht, dass das britische Pfund nach den deutlichen Kurseinbußen in diesem Jahr dann weiter einbrechen wird. Die Währungsexperten halten es sogar für möglich, dass es binnen Jahresfrist leicht steigen wird.

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Hinzu kommt, dass die Währungsoptionen, mit denen vorzugsweise auf Pfund-Verluste gewettet wird, derzeit vergleichsweise teuer sind. Denn damit haben sich bereits ausländische Unternehmen und institutionelle Investoren eingedeckt, um sich gegen negative Wechselkurseffekte abzusichern. Für Spekulanten bedeutet dies vielfach, dass Wetten auf einen Brexit das Risiko nicht wert sind, das sie damit eingehen.

Von

rtr

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