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15.02.2017

12:54 Uhr

Brexit-Verhandlungen

21.000 EU-Regeln und Gesetze müssen diskutiert werden

Wegen dem Brexit müssen Tausende von EU-Regeln und Gesetzen besprochen werden – der Austritt bleibt eine Herausforderung. Großbritannien solle sich auf eine Milliarden schwere Rechnung einstellen.

Großbritannien ist durch die EU zahlreiche Verpflichtungen eingegangen, die durch den Austritt anteilig beglichen werden müssten. dpa

Verpflichtungen

Großbritannien ist durch die EU zahlreiche Verpflichtungen eingegangen, die durch den Austritt anteilig beglichen werden müssten.

BrüsselDie anstehenden Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien drohen einem Bericht zufolge zur Mammut-Aufgabe zu werden. Rund 21.000 EU-Regeln und -Gesetze müssten diskutiert werden, berichtete das Portal „Politico“ am Mittwoch unter Berufung auf Dokumente aus dem Europaparlament.

Bei einem anvisierten Zeitraum von zwei Jahren müssten die Verhandlungspartner demnach etwa 40 Gesetze pro Tag abarbeiten, hieß es. Auch finanziell gibt es bei den Verhandlungen noch einige Fragezeichen. Dem Bericht zufolge müssten etwa für rund 3.800 britische EU-Mitarbeiter Gehälter und Pensionen weiter bezahlt werden.

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Zuletzt hatte die EU-Kommission signalisiert, dass sich Großbritannien nach dem Austritt aus der Staatengemeinschaft auf eine Rechnung in Milliardenhöhe einstellen muss. Gemeinsam eingegangene EU-Verpflichtungen aus der Vergangenheit müssten von London anteilig bezahlt werden, hieß es. EU-Diplomaten und Experten gehen von bis zu 60 Milliarden Euro aus. Neben Pensionszahlungen für EU-Beamte geht es vor allem um Haushaltsverpflichtungen, die Großbritannien mitgetragen hat und die nach dem für 2019 anvisierten EU-Austritt fällig werden.

Die Regierung in London hatte angekündigt, ihr offizielles Austrittsgesuch bis Ende März stellen zu wollen.

Von

dpa

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