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19.04.2013

03:40 Uhr

Brief an Obama

Mutmaßlicher Giftbrief-Absender bleibt in Haft

Der Mann, der angeblich zwei hochgiftige Briefe verschickt hat, bestreitet die Tat vehement. Dennoch bleibt er in Haft. In der Vergangenheit war er als „extrem wahnhaft“ aufgefallen, sagten Angehörige der Polizei.

Beamte stürmen das Haus des Verdächtigen. ap

Beamte stürmen das Haus des Verdächtigen.

WashingtonDer mutmaßliche Absender der Gift-Briefe an US-Präsident Barack Obama und einen Senator ist zu einer ersten Anhörung vor Gericht erschienen. Das Bundesbezirksgericht in Oxford im Bundesstaat Mississippi ordnete dem Nachrichtensender CNN zufolge am Donnerstag an, dass der 45-jährige Paul Kevin Curtis bis zur Anklageerhebung in Haft bleiben müsse. Die Justiz beschuldigte den Mann, das Leben und die Gesundheit des Präsidenten bedroht zu haben.

Die Anklageerhebung durch eine sogenannte Grand Jury aus Laienrichtern könnte in den kommenden Tagen erfolgen. Die Lokalzeitung „The Clarion-Ledger“ berichtete, dass der Verdächtige die Vorwürfe zurückweist.

Curtis bestehe „zu 100 Prozent“ darauf, dass er die Briefe nicht geschickt habe, zitierte die Zeitung in ihrer Onlineausgabe die Strafverteidigerin Christi McCoy. Bei einem Schuldspruch drohen Curtis bis zu 15 Jahre Gefängnis.

Anschlag mit Rizin

Festnahme nach Giftbrief an Obama

Anschlag mit Rizin : Festnahme nach Giftbrief an Obama

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Die Gift-Briefe an Obama und an Senator Roger Wicker aus Mississippi waren am Dienstag in Poststellen abgefangen worden, bevor sie in die Nähe der Adressaten gelangen konnten. Der Fund der gefährlichen Kuverts hatte wegen der zeitlichen Nähe zu dem Anschlag auf den Marathon in Boston vom Montag für Nervosität gesorgt, steht damit aber nicht in Verbindung.

Laut FBI bestätigten mehrere Tests, dass es sich bei der verdächtigen Substanz in den Umschlägen um Rizin handelte. Das Pflanzengift lähmt die Atemwege und wirkt bei Verschlucken bereits in kleinsten Dosen tödlich. Ein dritter Brief ging den Angaben zufolge an eine Friedensrichterin, die ihr Amt in dem Bezirk des Verdächtigen ausübt. Niemand sei durch die giftigen Briefe verletzt worden, hieß es.

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