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10.09.2014

19:50 Uhr

Britische Bank warnt

Schottland bräuchte riesige Währungsreserven

Die britische Zentralbank warnt vor einer Abspaltung Schottlands von Großbritannien. Die geldpolitischen Folgen wären immens. Schottland will auch bei einer Abspaltung am Pfund festhalten, die Briten sind dagegen.

Die britische Politik lehnt eine Währungsunion mit einem souveränen Schottland geschlossen ab. dpa

Die britische Politik lehnt eine Währungsunion mit einem souveränen Schottland geschlossen ab.

LondonWenige Tage vor dem Schottland-Referendum warnt die britische Zentralbank vor den geldpolitischen Folgen einer Abspaltung von Großbritannien. Schottland bräuchte enorme Währungsreserven, wenn es auch gegen den Widerstand Großbritanniens am Pfund als Zahlungsmittel festhalten wolle, sagte der Chef der britischen Notenbank, Mark Carney, am Mittwoch vor dem Parlament in London.

Eine eigene Zentralbank der Schotten müsste nach seinen Schätzungen mindestens den Gegenwert von 25 Prozent des schottischen Bruttoinlandsprodukts vorhalten. Die schottischen Nationalisten wollen am Pfund festhalten, obwohl die britische Politik eine Währungsunion mit einem souveränen Schottland geschlossen ablehnt.

Schottland – Zahlen und Fakten

Geografische Lage

Nördlicher Teil der Insel Großbritannien.

Drei Regionen: Highlands, Central Lowlands und Southern Uplands.

Bevölkerung

ca. 5,1 Mio. Einwohner (Amtssprachen: Englisch, Schottisch-Gälisch, Scots).

Hauptstadt

Edinburgh.

Staatsform

Parlamentarisch kosnstitutionelle Monarchie.

Bodenfläche

78.722 Quadratkilometer.

(Zum Vergleich Bayern: 70550 Quadratkilometer)

Einkommen

Pro-Kopf-Einkommen (kaufkraftbereinigt): 29.806 Euro. Zum Vergleich der EU-Durchschnitt: 25.700 Euro, Deutschland: 32.000 Euro)

Währung

Pfund Sterling (GBP).

Klima

Gemäßigtes, unbeständiges Wetter.

Religion

Church of Scotland 42%, Römisch-Katholisch 16%, andere Glaubensrichtungen 8%.

Staatsoberhaupt

Königin Elisabeth II.

Schottland stimmt in einer Woche über die Frage nach einer Loslösung vom Königreich ab.

Nachdem sich unlängst in Umfragen erstmals eine Mehrheit für eine Abspaltung gezeigt hat, geriet das Pfund an den Märkten unter Druck. Vor allem in der für das Vereinigte Königreich so wichtigen Finanzbranche ist die Nervosität groß.

Die Chefs der drei großen britischen Parteien stellen sich vereint gegen eine Unabhängigkeit der Schotten, deren Folgen noch nicht in Gänze absehbar sind.

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rtr

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