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01.02.2012

18:24 Uhr

Britischer EU-Abgenordneter

Farage: Sparkommissar ist wie ein „Gauleiter“

Der deutsche Vorschlag, für Griechenland einen „Sparkommissar“ einzusetzen, entlockte Nigel Farage eine eher unschöne Äußerung. Der britische Abgeordnete spielte mit der Bezeichung „Gauleiter“ auf Hitler-Deutschland an.

Der britische Politiker und Abgeordnete Nigel Farage. Reuters

Der britische Politiker und Abgeordnete Nigel Farage.

BrüsselDer von Deutschland in die Diskussion gebrachte Sparkommissar für Griechenland hat am Mittwoch für eine heftige Debatte und sogar Nazi-Vergleiche im Europaparlament gesorgt. Der europakritische britische EU-Abgeordnete Nigel Farage verglich einen solchen Sparkommissar mit einem „Gauleiter“, also einem regionalen Nazi-Funktionär: Er habe gedacht, es müsse ein Witz sein, „dass das deutsche Finanzministerium vorschlägt, dass ein EU-Kommissar, manche mögen sagen ein Gauleiter, und seine Leute ein Gebäude in Athen besetzen und die Verwaltung des Landes übernehmen“. Er habe nicht für möglich gehalten, dass die EU so tief sinke.

Dies sei zwar nur eine Verhandlungsposition gewesen, aber „niemand kann abstreiten, dass Griechenland heute nicht mehr als eine Kolonie ist“, fügte Farage hinzu. Am Wochenende war ein deutscher Vorschlag bekannt geworden, dass ein von der Eurogruppe eingesetzter Haushaltskommissar nach Athen geschickt wird und dort von der Regierung des hochverschuldeten Landes die Hoheit über die Haushaltspolitik übernimmt. Nach heftiger Kritik wiederholte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Forderung auf dem EU-Gipfel am Montag zwar nicht ausdrücklich, forderte aber eine strengere Überwachung des Landes.

Der deutsche Grünen-Abgeordnete Reinhard Bütikofer forderte Farage auf, seine Äußerungen zurückzunehmen. Bütikofer warf dem Briten vor, „Hass“ im Europaparlament sowie zwischen den Menschen in Europa zu schüren. Der Brite lehnte eine Entschuldigung jedoch ab und verwies darauf, dass „deutsche Zeitungen die Griechen als faul und unnütz und die Italiener als Feiglinge herunterputzen, während italienische und griechische Zeitungen führende Verantwortliche in Deutschland in Nazi-Unformen darstellen“.

Der EU-Parlamentspräsident, der Deutsche Martin Schulz, drohte Farage mit einem Rauswurf aus der Sitzung. „Den Nationalismus in diesem Haus propagieren diejenigen, die ihre Flaggen auf ihre Sitze stellen, um ihrem Nationalismus hier zu dokumentieren“, sagte Schulz zu dem Briten. „So weit ich weiß, gehören Sie auch dazu.“

Kommentare (17)

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Crespel

01.02.2012, 17:47 Uhr

wieder mal so ein britischer Politiker, der zu seinem Boulevardblatt passt

redfox

01.02.2012, 18:06 Uhr

Die Britten sollten vor ihrer eigenen Tuere kehren.

Peer

01.02.2012, 18:12 Uhr

Ist er nicht süß, dieser Ableger von einem Piraten Volk, was mit Mord und Ausplünderungen über Jahrhunderte die Völker dieser Welt ausgeplündert hat. Das alles war so schlimm, dass man dafür schon einen neuen Begriff erfunden hat. Früher hieß es Völkermord, aber Britanien hieß es plötzlich, Kolonialismus.

Wie verkommen diese Briten wirklich sind, erkennt man schon daran, dass die britische Krone sich über Generationen von Drogenhandel finanziert hat.
Drogendealer
Piraten
Völkermörder

Bis Elisabeth 1. waren die Engländer noch soweit normal.
Aber ab dieser Zeit schöpften die Engländer aus einer Quelle, die man als Hennochsche Magie Magie kennt. Insider wissen um diese Qualität.


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