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29.09.2016

15:16 Uhr

Britischer Minister Liam Fox

Deutschland könnte zum „Geldautomaten“ der EU werden

Der britische Handelsminister Liam Fox warnt vor hohen Kosten für Deutschland nach dem Brexit: Deutschland ohne Großbritannien drohe „zum größten Geldautomaten der Geschichte“ zu werden. Der Zerfall der EU habe begonnen.

Der britische Handelsminister kann sich vorstellen, dass Deutschland am Ende möglicherweise für die anderen EU-Staaten zahlen müsse. AFP; Files; Francois Guillot

Liam Fox

Der britische Handelsminister kann sich vorstellen, dass Deutschland am Ende möglicherweise für die anderen EU-Staaten zahlen müsse.

LondonDer britische Handelsminister Liam Fox hat vor hohen Kosten für Deutschland nach dem EU-Austritt eines Landes gewarnt. Die Bundesrepublik werde einen wichtigen Verbündeten bei der Durchsetzung des disziplinierten Wirtschaftens verlieren, sagte Fox am Donnerstag der Zeitschrift „The Spectator“. Deutschland müsse am Ende möglicherweise für die anderen EU-Staaten zahlen. „Als deutscher Politiker wäre ich besorgt, dass Deutschland ohne Großbritannien zum größten Geldautomaten der Geschichte werden könnte“, sagte Fox.

Der Minister warnte vor einem Zusammenbruch der EU, deren Zerfall bereits begonnen habe. „Sie wird noch mindestens eine Generation junger Europäer auf dem Altar der Gemeinschaftswährung opfern“, sagte Fox. „Man kann nur so viel vom sozialen Gefüge aus Europa herausreißen, bevor es zu implodieren beginnt.“ Allerdings würden auch in Großbritannien Reformen benötigt.

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Das Schlimmste am Brexit ist, dass die EU einfach weitermacht. Der Austritt: ein Verwaltungsproblem. Diese Haltung hat der Union häufig geholfen. Aber diesmal schlägt die Resilienz in Wurstigkeit um. Eine Analyse.

Fox hatte sich vor dem Brexit-Referendum für einen Austritt seines Landes aus der EU stark gemacht. Er dürfte zu den Ministern im Kabinett von Regierungschefin Theresa May gehören, die die entsprechenden Gespräche mit der EU führen. Mitte September hatte er für eine Kontroverse gesorgt mit dem Vorwurf, die Briten seien für eine Handelsnation „zu faul und fett“ geworden und die Geschäftsleute des Landes wollten am Freitagnachmittag lieber Golf spielen statt neue Exportmärkte zu erschließen.

Von

rtr

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