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21.01.2016

10:53 Uhr

Britischer Richter

Putin billigte wahrscheinlich Ermordung Litwinenkos

Kremlchef Wladimir Putin soll den Mord an dem russischen Ex-Agenten Alexander Litwinenko gebilligt haben, so das Ergebnis des britischen Untersuchungsberichts. Die Tat sei „wahrscheinlich gutgeheißen worden“.

cDer Mord am Kreml-Kritiker Alexander Litwinenkoi (rechts) „wahrscheinlich gutgeheißen worden“, so der Untersuchungsbericht.(Archivfoto) dpa

Alexander Litwinenko

cDer Mord am Kreml-Kritiker Alexander Litwinenkoi (rechts) „wahrscheinlich gutgeheißen worden“, so der Untersuchungsbericht.(Archivfoto)

Der Kreml-Kritiker Alexander Litwinenko wurde einem Untersuchungsbericht zufolge wahrscheinlich mit Zustimmung des russischen Präsidenten Wladimir Putin ermordet. Den Giftmord habe wahrscheinlich der russische Geheimdienst FSB in Auftrag gegeben, schrieb Richter Robert Owen, der die gerichtliche Untersuchung des Falls in London leitete, in seinem am Donnerstag veröffentlichen Abschlussbericht.

Die Tat sei „wahrscheinlich gutgeheißen worden“ vom damaligen FSB-Chef Nikolai Patruschew „und auch von Präsident Putin“, schrieb Owen. Die gerichtliche Untersuchung ist nicht mit einem Prozess gleichzusetzen und hat keine direkten strafrechtliche Konsequenzen.

Litwinenko, ein früherer russischer Agent, war im November 2006 mit 43 Jahren in London an einer Vergiftung mit radioaktivem Polonium 210 gestorben. Er gehörte zu den schärfsten Kritikern der russischen Regierung. Kurz vor seinem Tod beschuldigte er Präsident Wladimir Putin, den Mord in Auftrag gegeben zu haben.

Owens Bericht ist diplomatisch heikel. Die britische Regierung wollte verhindern, dass der Fall öffentlich wieder aufgerollt wird, doch Litwinenkos Witwe Marina setzte sich vor Gericht durch.

Von

afp

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