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16.04.2012

00:06 Uhr

Brüchige Waffenruhe

Heftigste Angriffe in Syrien seit Beginn der Waffenruhe

Die ersten Mitglieder des UN-Beobachter-Teams sind in Damaskus eingetroffen und nehmen Montagmorgen ihre Arbeit auf. Die Waffenruhe, die sie überwachen sollen, hat sich am Sonntag erneut als brüchig erwiesen.

Der Ausschnitt eines YouTube-Videos zeigt Rauch und Flammen im syrischen Homs. dpa

Der Ausschnitt eines YouTube-Videos zeigt Rauch und Flammen im syrischen Homs.

DamaskusEinen Tag nach dem Beschluss des UN-Sicherheitsrats zur Entsendung einer Beobachtermission nach Syrien sind die ersten Mitglieder des Vorausteams eingetroffen. Die ersten internationalen Beobachter seien in Damaskus und nähmen ihre Arbeit am Montagmorgen auf, sagte ein UN-Sprecher am Sonntag in New York.

Vor dem Beginn der ersten UN-Beobachtermission in Syrien hat die syrische Armee erneut die Rebellenhochburg Homs bombardiert und sich Gefechte mit Deserteuren in Aleppo geliefert.

Laut Aktivisten starben trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe am Wochenende mindestens 18 Menschen.
Etwa sechs Raketen pro Minute seien am Sonntagmorgen im Viertel Chaldije eingeschlagen, erklärte die Gruppe. Auch weitere Viertel, in denen sich viele Aufständische aufhalten, wurden Aktivisten zufolge beschossen.

In einem am Sonntag von Aktivisten im Internet veröffentlichten Amateurvideo war die in Rauch gehüllte Silhouette von Chaldije zu sehen, während Explosionen und Schüsse zu hören waren.

Bereits am Samstag hatten Regierungstruppen nach Aktivistenangaben Wohnviertel in Homs beschossen und fünf Menschen getötet, darunter auch einen 26-jährigen Fotografen und Vater zweier Kinder, der die Zerstörung dokumentierte. Die Regierung in Damaskus gab erneut an, auf „Angriffe von Terrorgruppen“ zu reagieren. Staatliche Medien berichteten unterdessen, Rebellen hätten fünf Granaten abgefeuert.

Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mitteilte, begann der Beschuss in Homs am Samstag und dauerte am Sonntag an. Seit Beginn der brüchigen Waffenruhe seien übher 30 Menschen gestorben, die meisten von ihnen Zivilisten.

Es seien die heftigsten Angriffe seit dem Beginn der Waffenruhe am Donnerstag, sagte der Chef der Einrichtung, Rami Abdel Rahman.

Kommentare (9)

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Thomas-Melber-Stuttgart

15.04.2012, 17:32 Uhr

Zunächst: die Atlantic Cruiser ist kein deutsches Schiff, es fährt unter der Flagge von Antigua und Barbuda. Zudem kann das Schiff sehr wohl noch aufgespürt und verfolgt werden, wozu gibt es Radar und Luftüberwachung? Oder transportiert es Waffen und Ausrüstung für die sog. "Rebellen" und man hat sich vertan? Schließlich: welchen Grund hätte die syrische Armee, Homs zu beschießen? Wurde sie vielleicht zuerst von dort aus beschossen?

eks

15.04.2012, 18:02 Uhr

so sind die reps eben: schlicht etwas desinformiert.
entweder weil sie es nicht besser wollen oder weil sie es nicht besser können.
so: die Atlantic Cruiser ist sehr wohl ein von Deutschen bereedertes Schiff das verchartered wurde.

eks

15.04.2012, 18:10 Uhr

Die Atlantic Cruiser ist sehr wohl ein von Deutschen bereedertes Schiff, das lediglich gechartered wurde.
Als vermutlicher rep sollte man genauer werden bei den hohen politischen Ambitionen des Hauses.

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