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28.02.2006

10:19 Uhr

Buchhaltungsstandards erwünscht

EU macht in den USA Druck für Bilanzregeln

Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück hat gestern vor New Yorker Geschäftsleuten gefordert, die US-Finanzaufsicht solle europäische Bilanzregeln anerkennen.

tmo NEW YORK. „Ich begrüße die Fortschritte bei der Harmonisierung diverser Standards, aber dieser Prozess muss auf Gegenseitigkeit beruhen“, sagte Steinbrück gestern bei seinem Antrittsbesuch in New York.

Der Finanzminister bezeichnete die Anerkennung europäischer Standards in USA als Voraussetzung dafür, dass Europas Aufseher ihrerseits die amerikanischen US-GAAP-Regeln akzeptieren. Er wandte sich gegen die Forderung, die EU solle zunächst einseitig amerikanische Standards anerkennen.

Die amerikanische Finanzaufsicht SEC verlangt von ausländischen Unternehmen mit US-Börsennotierung Bilanzen nach US-GAAP (Generally Accepted Accounting Standards). Viele deutsche Großkonzerne bilanzieren daher nach zwei oder gar mehr Regelwerken – von US-GAAP über die europäischen Standards IFRS (International Financial Reporting Standards) bis zum deutschen Bilanzrecht. Aufseher und Politiker auf beiden Seiten des Atlantiks arbeiten daran, die teure Doppelaufstellung abzuschaffen.

Gestern vereinbarten die beiden zentralen Bilanzgremien der USA und Europas einen Plan, um die Anerkennung der IFRS in den USA zu erreichen. Beobachter sprachen vom wichtigsten Fortschritt seit drei Jahren in dieser Frage. Das amerikanische Financial Accounting Standards Board (FASB) und das in London ansässige International Accounting Standards Board (IASB) wollen bis 2008 einheitliche Richtlinien in elf Bereichen erarbeiten.

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