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03.08.2013

00:55 Uhr

Budgetlücke

Für Olympia in Rio fehlen Hunderte Millionen

Im Juni haben die Brasilianer protestiert, weil der Staat Milliarden in die Fußballweltmeisterschaft pumpt. Nun stellt sich heraus: Auch die Organisatoren der Olympiade sind bei der Sponsorensuche recht erfolglos.

Maracana Stadion in Rio: Schon mit dem Bau neuer Stadien hat sich Brasilien Ärger eingehandelt. dpa

Maracana Stadion in Rio: Schon mit dem Bau neuer Stadien hat sich Brasilien Ärger eingehandelt.

Rio de JaneiroDie Organisatoren der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 müssen eine Budgetlücke von 700 Millionen Dollar (rund 528 Millionen Euro) womöglich mit Staatsgeldern stopfen. Das teilte der Leiter des Organisationskomitees der Olympiade, Leo Gryner, am Freitag mit.

Demnach dürfte es zu Finanzierungsproblemen kommen, wenn örtliche Organisatoren der Spiele nicht genügend Sponsoren an Land ziehen können. „So wie unser Budget aktuell aussieht, brauchen wir diese 700 Millionen Dollar“, sagte Gryner auf einer Pressekonferenz. Die Olympiade soll in gut drei Jahren am 5. August 2016 starten.

Erst Anfang der Woche hatte Gryner im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP eingeräumt, dass Vorbereitung und Organisation der Spiele mit bis zu vier Milliarden Dollar zu Buche schlagen könnte. Bevor Rio 2009 den Zuschlag für die Ausrichtung der Olympiade bekam, war im Haushaltsplan noch von 2,8 Milliarden Dollar die Rede gewesen.

Fast ausschließlich aus dem Staatssäckel fließen bereits rund 13,3 Milliarden Dollar in die Vorbereitung der Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr. Die hohen Kosten sorgten für einen öffentlichen Aufschrei, der sich in Brasilien unter anderem in den Sozialprotesten im Juni niederschlug. Die Demonstranten fanden, dass das Geld für die Verbesserung des maroden Schul- und Gesundheitssystems sowie für den öffentlichen Nahverkehr ausgegeben werden sollte.

Von

ap

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

03.08.2013, 01:41 Uhr

Beide Verunstaltungen, besonders aber die Fußball-WM finden NICHT etwa dort statt, weil das Land dafür "bereit" wäre, sondern weil Südamerika lt. Proporz eben wieder mal "d"ran" ist! Besonders die WM wurden traditionell vom ewigen Sepp aus der Schweiz nach diesem Kriterium verschachert. Das war schon in Südafrika aus Sicherheitsüberlegungen heraus eigentlich noch viel zu früh, aber wg. Nelson M. POLITISCH opportun!
Nur das zählt!

Account gelöscht!

03.08.2013, 12:01 Uhr

Wie konnte man das auch in ein solches Land wie Brasilen gelegt werden?
Diese Frage muß mal gestellt werden

Account gelöscht!

03.08.2013, 14:26 Uhr

@Santos

Die Schleife von Olympia über Fussball zu Autoherstellern ist doch ein wenig weit hergeholt

@Willi Kammschott

Brasilien hat sich selber darum beworben, Argentinien hat dankend abgelehnt bei der WM - kein Geld.

Bei Olympia haben sich auch viele andere Städte beworben.

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