Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.09.2011

11:00 Uhr

Bücher zum 11. September

Hohe Auflagen mit Verschwörung

Bücher über die vermeintlich düsteren Machenschaften der Geheimdienste sind Verkaufsschlager. Vor allem die Theorien rund um den 11. September begeistern die Leser. Für den Erfolg gibt es viele Gründe.

War es doch die CIA? Mit vermeintlichen Enthüllungsbüchern machen die Verlage beste Geschäfte. Die Autoren wollen in plakativer Manier die „Lügen“ der Mächtigen entlarven. Sachlich orientierte Bücher zu den Anschlägen vom 11. September 2001 haben es deutlich schwerer bei den Lesern. AFP

War es doch die CIA? Mit vermeintlichen Enthüllungsbüchern machen die Verlage beste Geschäfte. Die Autoren wollen in plakativer Manier die „Lügen“ der Mächtigen entlarven. Sachlich orientierte Bücher zu den Anschlägen vom 11. September 2001 haben es deutlich schwerer bei den Lesern.

DüsseldorfDie Enthüllungsexperten sind nicht zimperlich. „Sie haben alles dafür getan, die Ermittlung und Aufklärung der Anschläge zu verhindern und nicht der Wahrheit des 11.9. auf den Grund zu gehen, sondern den Grund für eine Kriegserklärung zu liefern“, schreiben Mathias Bröckers und Christian C. Walther über US-Präsident George W. Bush und seinen Vize Dick Cheney in ihrem Buch „11.9. – Zehn Jahre danach. Der Einsturz eines Lügengebäudes“.

Und Gerhard Wisnieswki hat „neue Beweise“. Ein Zitat von Osama Bin Laden, aus einem Interview, das er am 28. September 2001 der pakistanischen Zeitung „Karachi Unmat“ gab: „Die Vereinigten Staaten sollten versuchen, die Täter in ihrem Inneren zu suchen.“ Die US-Regierung selbst hätte entsprechende Aussagen zusammengetragen, aber unter Verschluss gehalten, schreibt Wisniewski.

Er hat sein Buch „Operation 9/11“, das im Herbst 2003 erschien, für eine gerade erschienene Neuauflage überarbeitet. Sein Fazit: „Heute, zehn Jahre nach den Anschlägen des 11. September 2011, glaubt eigentlich kein vernünftiger Mensch mehr, dass es mit rechten Dingen zuging.“ Bröckers und Walther fragen, von welchen „Schuldigen“ eigentlich abgelenkt werde, wenn die Regierung selbst eine Verschwörungstheorie verbreite. „Wir kennen die Lügen über den 11. September, und wir wissen, wer sie in die Welt gesetzt hat“, schreiben sie plakativ.

Das wollen die Leute lesen. Schaurige Geschichten über geheime Verschwörungen, über mutmaßliche Drahtzieher von Regierungen und Geheimdiensten, die im Dunkeln operieren, ob sie nun zutreffen oder nicht. Internet und Fernsehen reichen offensichtlich nicht wie der Blick auf die Verkaufszahlen zeigt.

Unter den zahllosen Büchern, die zum Jahrestag von 9/11 erschienen sind, räumen die Titel ab, die mit dramatischem Unterton Verschwörungen aufdecken wollen. War Osama Bin Laden gar nicht schuld an 9/11? War es doch die CIA? Sind wir alle Opfer einer globalen Gehirnwäsche geworden? Ähnlich groß war das Interesse an dieser Art von Büchern in den 60ern nach dem Mord an John F. Kennedy.

Die Verlage sind zufrieden. „Wir drucken bereits die vierte Auflage von „11.9. – Zehn Jahre danach““, sagt ein Sprecher des Frankfurter Verlags Westend über das erst im Juli erschienene Buch. „Die Gesamtauflage der drei 9/11-Bücher von Bestsellerautor Mathias Bröckers liegt nun bei 250 000 Exemplaren.“

„Das Buch war über vier Monate auf der Bestsellerliste, und es wurden damals 100 000 Exemplare verkauft“, sagt Esther von Bruchhausen von Droemer Knaur über „Operation 9/11“. „Die erste Ausgabe ist im Herbst 2003 erschienen.“ Für die Neuauflage habe Wisnieswski neue Gutachten von Sprengstoffexperten und Sachverständigen für Bauwesen zu Rate gezogen, eine Fülle von offiziellen Dokumenten gesichtet und auch die neuesten Erkenntnisse über El Kaida eingearbeitet.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Maria

09.09.2011, 12:29 Uhr

Diese Verschwörungstheorien sind doch offensichtlich völliger Blödsinn. In Wirklichkeit lief die Sache genau so:

Angeführt von einem bärtigen Mann aus einer Höhle in Afghanistan erfreuen sich 19 trinkfeste, Koks-schnüffelnde gläubige Muslime beim Tabledance bevor sie ihre Mission starten, um Allah zu treffen...
Mit nicht mehr als Teppichmessern bewaffnet, überwältigten sie Flugbegleiter, Piloten und Passagiere in vier Flugzeugen...
Und - Saufkater hin oder her - es gelingt ihnen, dem weltweit modernsten Luftverteidigungssystem ein Schnippchen zu schlagen...
Ungeachtet dessen, dass sie ihre "Wie fliege ich ein Passagierflugzeug"-Anleitung im Auto auf dem Flughafenparkplatz vergessen hatten, meistern sie die Kontrollen in kürzester Zeit und landen direkte Volltreffer in zwei Türmen, aufgrund dessen dann DREI komplett einstürzen...
Ihren Superhirnen ist es gelungen, diverse Gesetze der Physik ein (bzw. zweimal) zu überwinden... und die Welt schaut ehrfürchtig zu, wie Gebäude - die aus massivem Stahlgerüst bestehen - durch ihr Eigengewicht, symmetrisch und in freier Fallgeschwindigkeit zum ersten Mal seit Menschengedenken in sich zusammenfallen.
Trotz all ihrer heimtückischen List gaben sie dummerweise ihre Identität preis, weil sie feuerfeste Pässe bei sich hatten die den Feuerball überstanden und unbeschadet auf den Boden fallen... hier mussten sie nur noch durch die unglaublich heroischen Spürhunde des FBI eingesammelt werden...


Maria

09.09.2011, 12:35 Uhr

...Währenddessen unten in Washington...
Hani Hanjour - durchgefallen in der 2-Mann-Cessna Flugschule – wird offenbar vom allgemeinen Tageserfolg mitgerissen und entwickelt plötzlich unglaubliche Fähigkeiten hinter dem Steuer einer Boeing...
Anstatt direkt in die große Dachfläche des Pentagon zu fliegen, beschließt er uns ein wenig von seinem Können zu zeigen...
Er führt eine unglaubliche 270 Grad Abwärtsspirale aus, um die unteren Ebenen des am stärksten verteidigten Gebäudes der Welt zu treffen... ohne dass ein Schuß abgefeuert wurde... ohne den frisch gemähten Rasen zu beschädigen... und das alles mit einer solchen Geschwindigkeit, dass es von einer Kamera nicht erfasst werden kann...
...Später, in den Wolken über Pennsylvania...
Aus lauter Verzweiflung, vor ihren Tod noch mit ihren Lieben zu sprechen, verwendeten einige Passagiere ihre schiere Willenskraft um Gespräche über Mobilfunk möglich zu machen - was einige Jahre später technisch immer noch nicht möglich war...
Und nach einem heroischen Versuch von Einigen, die Kontrolle über die Maschine von Flug 93 zurückzuerobern, stürzt sie in ein Feld in Shankesville ohne eine Spur von Turbinen, Rumpf oder Insassen zu hinterlassen... von der Standardausgabe muslimischer Terroristenkopftücher abgesehen...
...Weiter südlich in Florida...
Präsident Bush - unser tapferer Oberbefehlshaber - fährt fort, einer Grundschulklasse "Mein Haustier, die Ziege" vorzulesen... achselzuckend angesichts der naheliegenden Möglichkeit, dass sein Leben in unmittelbarer Gefahr sein könnte...
... In New York ...
Larry Silverstein, der Pächter des World Trade Centers staunt angesichts seiner weisen Voraussicht, die Gebäude nur 6 Wochen vorher gegen terroristische Attacken versichert zu haben...

Maria

09.09.2011, 12:43 Uhr

Während auch in Washington Dick Cheney, Donald Rumsfeld und Paul Wolfowitz ungläubig den Kopf schütteln, über das eigene Glück, das ersehnte "neue Pearl Harbor" als katalysierendes Ereignis zur Durchsetzung ihrer Agenda bekommen zu haben...
Und letztlich - kaum beeindruckt durch Berichte über den eigenen Tod - sind mindestens sieben der neunzehn lebensmüden Flugzeugentführer gesund und munter in Berichten der Mainstream-Medien zu sehen...

Quelle: http://ronpaul.blog.de/2009/12/19/kompakt-offizielle-version-11-september-7607102/

Genau so war es - alles andere ist völliger Unfug.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×