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21.02.2015

01:40 Uhr

Bündnisgebiete

Nato-General warnt vor russischer Invasion

Ein Nato-General hat in einem Vortrag vor dem Invasions-Willen Russlands gewarnt. Gebiete des Nato-Bündnisses seien nicht per se sicher. Das bedeute vor allem für Estland, Lettland und Litauen eine "reale Gefahr".

Ein Nato-General warnte in einem Vortrag von einer Invasion durch Wladimir Putin. ap

Angst vor einer Invasion

Ein Nato-General warnte in einem Vortrag von einer Invasion durch Wladimir Putin.

LondonAngesichts des Konflikts im Osten der Ukraine hat ein hochrangiger Nato-General davor gewarnt, dass Russland zu dem Verteidigungsbündnis gehörende Gebiete erobern und damit eine "existenzielle Gefahr" darstellen könnte. Der Vize-Kommandeur der Nato für Europa, Adrian Bradshaw, sagte am Freitag in einer Rede im Londoner Royal United Services Institute, in der umkämpften Ostukraine seien russische Soldaten stationiert und dies sei eine gefährliche Situation für die Nato.

"Russland könnte denken, dass die riesigen konventionellen Truppen, die es in so kurzer Zeit mobilisieren konnte, (...) in Zukunft genutzt werden könnten, nicht nur um einzuschüchtern und zu nötigen, sondern auch um Gebiete der Nato zu erobern", warnte Bradshaw. Russland bestreitet, dass es die prorussischen Rebellen in der Ostukraine mit seinen Truppen unterstützt.

Vor kurzem hatte der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen der britischen Zeitung "Daily Telegraph" gesagt, Russland könne ohne weiteres in die baltischen Staaten einmarschieren, um die Reaktionsfähigkeit der Nato zu testen. Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon sagte diese Woche, für die drei baltischen Nato-Mitgliedsländer Lettland, Litauen und Estland bestehe eine "reale Gefahr".

Die Nato hatte Anfang Februar beschlossen, ihre Sicherheitsvorkehrungen an ihren östlichen Grenzen zu verstärken. Die Mitgliedstaaten einigten sich unter anderem auf die Bildung der sogenannten Speerspitze mit 5000 Mann, die ab dem kommenden Jahr voll einsatzfähig sein soll. Einige Teile der Truppe sollen binnen zwei bis drei Tagen in Krisenregionen entsandt werden können, der Rest innerhalb einer Woche.

Von

afp

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