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19.12.2016

20:28 Uhr

Bürgerkrieg im Südsudan

USA dringen auf Votum für Waffenembargo

Geht es nach den USA, soll noch in diesem Jahr eine Resolution im Uno-Sicherheitsrat durchgesetzt werden. Dadurch soll ein Waffenembargo im Südsudan verhängt werden. China, Russland und Japan sind allerdings dagegen.

Seit drei Jahren herrscht im Südsudan Bürgerkrieg. Aufgrund ethnisch motivierter Kämpfe und Massaker kamen zehntausende Menschen ums Leben. dpa

Soldaten im Südsudan

Seit drei Jahren herrscht im Südsudan Bürgerkrieg. Aufgrund ethnisch motivierter Kämpfe und Massaker kamen zehntausende Menschen ums Leben.

New YorkDie USA wollen den Uno-Sicherheitsrat noch dieses Jahr zur Verhängung eines umfassenden Waffenembargos gegen das afrikanische Bürgerkriegsland Südsudan bewegen. Ein solches Votum sei "äußerst wichtig", sagte die Uno-Botschafterin der USA, Samantha Power, am Montag in New York vor Beratungen über den Südsudan im Sicherheitsrat.

Im November hatten die USA einen Resolutionsentwurf eingebracht, der ein einjähriges Verbot des Verkaufs von Waffen, Munition, Militärfahrzeugen und anderem Kriegsgerät an den Südsudan vorsah. Washington begründet den Vorstoß auch mit Warnungen der Uno vor einer weiteren Eskalation des Konflikts bis hin zum „Völkermord“ im Südsudan.

Frankreich und Großbritannien unterstützen ein Waffenembargo, bei den beiden anderen ständigen Migliedern des Sicherheitsrats, den Vetomächten Russland und China, stieß die Initiative auf Widerstand. Auch das nichtständige Mitglied Japan sperrte sich gegen den Resolutionsentwurf.

Im erst seit 2011 mit starker Unterstützung der USA unabhängig gewordenen Südsudan war im Dezember 2013 der lange schwelende Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem damaligen Stellvertreter Riek Machar eskaliert. Seitdem wurden bei Kämpfen und ethnisch motivierten Massakern zehntausende Menschen getötet und mehr als 2,5 Millionen weitere aus ihren Häusern vertrieben. Unter internationalem Druck vereinbarten die Rivalen schließlich eine Regierung der nationalen Einheit. Doch diese zerbrach im Juli nach nur wenigen Tagen, und der Gewaltkonflikt flammte erneut auf.

Von

afp

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