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11.05.2013

13:21 Uhr

Bürgerkrieg in Nahost

„Starke Beweise“ für Chemiewaffeneinsatz in Syrien

Das US-Außenministerium ist sich mittlerweile sicher, dass der syrische Herrscher Assad Chemiewaffen gegen die Rebellen eingesetzt hat. Für Obama sei dies eine „rote Linie“. Auch Iran warnt vor derartigen Schritten.

Syrischer Rebell in Aleppo: Setzte Machthaber Assad chemische Waffen ein? ap

Syrischer Rebell in Aleppo: Setzte Machthaber Assad chemische Waffen ein?

Warschau/BeirutZuvor hatte US-Außenminister John Kerry von „starken Beweisen“ für einen Chemiewaffeneinsatz durch syrische Regierungstruppen gegen die Rebellen im Land gesprochen. Das „Assad-Regime“ habe eine „schreckliche Wahl“ getroffen und habe die Bereitschaft gezeigt, zwischen 70.000 und 100.000 Menschen des eigenen Volkes zu töten sowie „Gas zu benutzen“, äußerte sich Kerry am Freitag während eines Online-Chats. Russland hält indes an Lieferungen von Flugabwehrtechnik an Syrien fest.

Für den Chemiewaffen-Einsatz gebe es nach Einschätzung der US-Regierung „starke Beweise“, erklärte Kerry in dem vom Internetkonzern Google, dem Fernsehsender NBC und dem Außenministerium in Washington veranstalteten Chat mit Internetnutzern. Die Führung in Damaskus „massakriert das Volk mit Scud-Raketen und Artillerie“ und versuche, den Konflikt als von außen gesteuert darzulegen.

US-Präsident Barack Obama hatte einen Chemiewaffeneinsatz in der Vergangenheit als „rote Linie“ für ein mögliches Eingreifen in den Bürgerkrieg bezeichnet. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan forderte Washington am Freitag zum Handeln auf. Syrische Giftgas-Opfer seien in türkischen Krankenhäusern behandelt worden. Zudem gebe es Geheimdiensterkenntnisse über den Einsatz von rund 200 Raketen mit Giftgas. Dass die Opposition chemische Waffen eingesetzt haben könnte, bezeichnete Erdogan als unwahrscheinlich.

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Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi warnte vor dem Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg. Der Iran sei im Krieg mit dem Irak selbst mit Giftgas angegriffen worden, sagte Salehi dem Magazin „Spiegel“. „Wir verdammen Chemiewaffen“, fügte er hinzu. Auf die Frage, ob der Iran seine Unterstützung für die syrische Führung unter Staatschef Baschar al-Assad aufgeben würde, sollte sie Giftgas einsetzen, sagte Salehi: „Wir sind entschieden gegen Massenvernichtungswaffen jeder Art.“

Kommentare (27)

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Kamellenkakkkker

10.05.2013, 23:46 Uhr

Ach Gott, schon wieder diese alte Leier.
Fällt denen nicht mal was besseres ein.
Zwischenzeitlich hat das einen richtig lange Bart.
Das sind doch schon alte Kamellen, da kann man doch nicht einen ernsthaft davon überzeugen.

Account gelöscht!

11.05.2013, 00:32 Uhr

Dass sich Kerry sicher ist, dass Chemiewaffen in Syrien eingesetzt werden, verwundert nicht. Bezahlt er doch die Salafisten der Al-Qaida, die unter dem Deckmantel der sogenannten FSA im Rahmen einer angeblichen Revolution, damit diese die Zivilbevölkerung abschlachten, die Infrastruktur zerstören und Chemiewaffen aus Libyen, die über die Türkei geschmuggelt werden, in Syrien zündet, um es der Syrischen Armee in die Schuhe zu schieben...
Immer wieder das alte Lied, welches keiner mehr hören kann und niemand, der noch alle Sinne beisammen hat, glauben kann.

SchuetztdieSchwachen

11.05.2013, 01:32 Uhr

Die US- Politiker sind Lügner und Mörder. Wenn sie Syrien
jetzt bombardieren, dann hat Assad DIE Gelegenheit,
richtig Chemiewaffen einzusetzen gegen die Terroristen. Der Krieg wird eskalieren. Mörder Obama sollte seinen Nobelpreis dann sofort zurückgeben. Alle die jetzt davon faseln wie toll und demokratisch die USA sind: die Führer eines Land, das andere überfällt und ermordet, sind Lumpen.
Die Amerikaner haben das Blut von Indianern, Schwarzen, Vietnamesen, Irakern und jetzt Syrern an ihren Händen. Ich wünsche den syrischen Soldaten die Kraft, die Bombenhölle, welche jetzt auf sie zukommt, irgendwie zu überstehen. Kauft keine US-Produkte, wenn ihr aufrichtige Menschen seid!

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