Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.02.2016

17:01 Uhr

Bürgerkrieg in Syrien

Assad gibt sich siegessicher

Nach der internationalen Vereinbarung eines Waffenstillstands spuckt Syriens Präsident Assad große Töne. Er will ganz Syrien zurückerobern – das sei sein Ziel. Gleichzeitig erklärt er sich aber auch zu Verhandlungen bereit.

„Es ist nicht logisch zu sagen, dass es einen Teil unseres Landes gibt, auf den wir verzichten“, sagt der syrische Präsident Baschar al-Assad. ap

Baschar al-Assad

„Es ist nicht logisch zu sagen, dass es einen Teil unseres Landes gibt, auf den wir verzichten“, sagt der syrische Präsident Baschar al-Assad.

DamaskusDer syrische Präsident Baschar al-Assad ist nach eigenen Worten zur Rückeroberung ganz Syriens entschlossen. Die Kämpfe gegen die Rebellen könnten jedoch „lange“ dauern, sagte Assad in einem Interview der Nachrichtenagentur AFP. „Es ist nicht logisch zu sagen, dass es einen Teil unseres Landes gibt, auf den wir verzichten“, sagte Assad in dem Exklusivgespräch, das am Donnerstag stattfand.

Auf die Frage, ob er an einen Erfolg seiner Truppen bei der Rückeroberung des Landes glaube, sagte Assad, es handele sich dabei um „ein Ziel, das wir ohne zu zögern erreichen wollen“.

Medwedjew zu Deutschland: Russland lockt die deutsche Wirtschaft

Medwedjew zu Deutschland

Russland lockt die deutsche Wirtschaft

Der russische Premier Medwedjew fordert, die EU-Sanktionen zu beenden, nennt die Ukraine ein Problemland und spricht sich für die neue Ostsee-Pipeline aus. Für die deutsche Wirtschaft hat er eine klare Botschaft.

Assad erklärte sich zugleich zu Verhandlungen über eine Beendigung des Bürgerkriegs in seinem Land bereit. Seine Regierung sei schon seit Beginn der Syrien-Krise zu „Verhandlungen und politischem Handeln“ bereit, sagte Assad in seinem ersten Interview seit dem Scheitern der Genfer Syrien-Gespräche und dem Beginn der von russischen Luftangriffen unterstützten Offensive syrischer Regierungstruppen in Aleppo Anfang Februar. Zu verhandeln bedeute aber nicht, den Kampf „gegen den Terrorismus“ einzustellen, sagte Assad. Beides sei „notwendig“ und voneinander „unabhängig“.

Die USA und Russland hatten in der Nacht zum Freitag vereinbart, sich für eine Waffenruhe zwischen der syrischen Regierung und der gemäßigten Opposition binnen einer Woche einzusetzen. Die Angriffe auf die Extremistenmiliz Islamischer Staat und die Nusra-Front sollen dagegen fortgesetzt werden. Der Uno-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, strebt außerdem eine rasche Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen in Genf an. Für die Menschen in den belagerten Städten sollen noch vor dem Wochenende erste Hilfslieferungen mit Lebensmitteln und Medikamenten eintreffen.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×