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26.01.2015

13:13 Uhr

Bürgerkrieg Syrien

Gespräche in Moskau haben begonnen

In Moskau verhandeln Vertreter der syrischen Opposition, das größte Exil-Bündnis ist jedoch nicht vertreten. Am Mittwoch folgen Gespräche mit der syrischen Regierung – eine Verhandlungslösung ist wohl nicht absehbar.

Zum Treffen in Moskau sind knapp 30 Vertreter der Opposition eingetroffen, an ihrer Spitze steht der ehemalige UN-Syriengesandte Lakhdar Brahimi. dpa

Zum Treffen in Moskau sind knapp 30 Vertreter der Opposition eingetroffen, an ihrer Spitze steht der ehemalige UN-Syriengesandte Lakhdar Brahimi.

MoskauMit wenig Hoffnung auf eine Verhandlungslösung haben in Moskau die neuen Gespräche über ein Ende des blutigen syrischen Bürgerkriegs begonnen. Zu dem Treffen seien 27 bis 28 Vertreter der Opposition eingetroffen, sagte Russlands Vizeaußenminister Michail Bogdanow laut russischen Nachrichtenagenturen am Montag. An ihrer Spitze stehe der ehemalige UN-Syriengesandte Lakhdar Brahimi.

Laut arabischen Medien verhandeln zunächst die Regimekritiker unter sich. Am Mittwoch folgten Gespräche mit der syrischen Regierung. Die mächtigen radikalislamischen Milizen des Islamischen Staates und der Nusra-Front sind nicht eingeladen. Sie bekämpfen sowohl die Regierung als auch die vom Westen unterstützten Oppositionsgruppen.

Am Verhandlungstisch fehlen allerdings auch Vertreter des größten Exil-Oppositionsbündnisses Nationale Syrische Koalition. Eine Koalitions-Sprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur, keiner ihrer neun eingeladenen Mitglieder nehme an den Gesprächen teil. Das vom Westen unterstützte Bündnis mit Sitz in Istanbul kritisiert, Russland habe nicht die Oppositionsgruppen an sich, sondern nur einzelne Regimekritiker eingeladen.

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In Syrien tobt ein blutiger Bürgerkrieg. Schätzungen zufolge wurden bislang 200.000 Menschen getötet. Nun hat Russland, der Hauptverbündete der Regierung, 28 Vertreter der syrischen Opposition zu Gesprächen eingeladen.

Eine Verhandlungslösung für den fast vierjährigen Bürgerkrieg ist auch deshalb schwer, weil die Opposition zerstritten ist. Eine tiefe Kluft gibt es vor allem zwischen der vom Regime geduldeten Inlandsopposition und der Nationalen Syrischen Koalition im Exil. Regimekritiker aus dem Inland nehmen an den Moskau-Gesprächen teil.

Von

dpa

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