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01.09.2012

13:56 Uhr

Bürgerkrieg

Syriens Rebellen attackieren Militärflughäfen

Das neue Angriffsziel der syrischen Rebellen sind Militärflughäfen des Regimes. So wollen sie die militärische Infrastruktur der Gegner schwächen. Die Regierung Assads reagiert mit einer Gegenoffensive.

Anti-Assad Demonstrationen in Kfarnebel, Idlib Provinz, in Nordsyrien: Die Rebellen greifen jetzt vermehrt Militärflughäfen an. dapd

Anti-Assad Demonstrationen in Kfarnebel, Idlib Provinz, in Nordsyrien: Die Rebellen greifen jetzt vermehrt Militärflughäfen an.

Damaskus/Beirut/IstanbulDie syrischen Rebellen konzentrieren sich in ihrem Kampf gegen die Regierungstruppen zunehmend auf deren Luftwaffe. In der Nacht zum Samstag hätten sie ein Gebäude der Luftabwehr in der östlichen Provinz Deir Essor eingenommen, erklärte die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Russland nannte es indes „naiv“, davon auszugehen, dass Syriens Präsident Baschar al-Assad in dem Konflikt als erster aufgeben werde.
Bei der Einnahme des Stützpunkts in der Stadt Bukamal in Deir Essor wurden laut der Beobachtungsstelle mindestens 16 Soldaten gefangen genommen, darunter auch Offiziere. Zudem hätten die Rebellen den dortigen Sitz des Militärgeheimdienstes und den Armeeflughafen angegriffen. Unbestätigten Berichten zufolge sollen sie auch Luftabwehrraketen an sich genommen haben.

In den vergangenen Tagen hatten die Aufständischen berichtet, mehrere Armee-Hubschrauber und -Flugzeuge zerstört zu haben. In den Provinzen Idlib und Hama zerstörten die Rebellen den Angaben zufolge am Samstag Straßensperren der Armee. Landesweit seien dutzende Soldaten getötet, verletzt oder festgenommen worden.
Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete dagegen, die Armee habe mehrere Posten der „Terroristen“ zerstört, wie Oppositionelle von der Führung in Damaskus seit Beginn des Aufstands bezeichnet werden. Eine Reihe von „Terroristen“ sei in den Provinzen Idlib und Aleppo gefangen genommen und getötet worden.

Der Beobachtungsstelle zufolge wurden am Samstag in Damaskus und Umgebung die Leichen von mindestens 18 hingerichteten Männern gefunden. Die meisten seien erschossen worden, einige wiesen Folterspuren auf. Sana berichtete, eine „Terroristengruppe“ habe bei Aleppo ein „Massaker“ an einer Familie verübt. Zu den Toten zählten auch drei Kinder. Erst am Freitag waren laut der Beobachtungsstelle landesweit 125 Menschen getötet worden, darunter 74 Zivilisten. Die Angaben beider Seiten in dem Konflikt sind von unabhängiger Seite nicht zu überprüfen.

Kommentare (4)

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tja

01.09.2012, 13:02 Uhr

In Strategie und Taktik folgen die "Rebellen" einem klar durchstrukturierten militärischen Plan.
Das betrifft auch die Zeitfenster.

Rechner

01.09.2012, 13:16 Uhr

O-Ton Handelsblatt
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In den vergangenen Wochen hat das Regime zunehmend mit Helikoptern und Kampfjets Stellungen der Rebellen, aber auch unterschiedslos ganze Wohnviertel in Großstädten wie Aleppo bombardiert.
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Gegen die Bombardierungen ganzer Wohnviertel mit denen die Alliierten Deutschland "befreit" haben ist das doch gar nichts.

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O-Ton Handelsblatt
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Syrische Staatsmedien berichteten am Samstag von einer Gegenoffensive gegen die in der Nähe von Militärflughäfen aktiven Rebellen. Dabei seien diesen „schwere Verluste“ zugefügt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Von unabhängiger Seite ließen sich auch diese Informationen nicht überprüfen.
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Macht nix - die toten Terroristen werden nach bekanntem Muster eingesammelt und in einem Video von einem "Massaker" präsentiert.

Die Aufständischen werden genau so lange weitermachen wie sie auf einen Militärintervention der NATO hoffen können.

Oelblase

01.09.2012, 13:40 Uhr

http://www.faz.net/aktuell/politik/arabische-welt/syrien-eine-ausloeschung-11784434.html


So sehen Massaker in Syrien, angeblich durchgeführt von der syrischen Armee, aus:

"Die Nachrichtenagentur AP zitierte den einzigen Überlebenden der Familie al Sajjid, einen elfjährigen Ali, mit den Worten: „Die Täter waren kahlgeschoren und hatten lange Bärte.“ So sehen fanatische Dschihadisten aus, nicht die Milizen der Schabiha. Überlebt habe er, weil er sich tot gestellt und mit dem Blut seiner Mutter beschmiert habe, sagte der Junge."


Vielleicht ist es ja das, was unsere zionistische Presse für Deutschland anstrebt. U-Bahn fahren in Deutschland ab 22 Uhr ist ja bereits seit Jahren russisches Roulette. Wenn wir noch paar Dschihadisten in den Großstädten haben, wird es für baldige Minderheit der Deutschen in Deutschland interessant:

"Sunnitische Rebellen betreiben „Liquidierung“ aller Minderheiten

Bereits am 1. April hatte die Nonne Agnès-Maryam vom Jakobskloster (“Deir Mar Yakub“), das südlich von Homs in der Ortschaft Qara liegt, in einem langen offenen Brief das Klima der Gewalt und der Angst in der Region beschrieben. Sie kommt zum Ergebnis, dass die sunnitischen Rebellen eine schrittweise Liquidierung aller Minderheiten betrieben;"

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