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25.02.2013

11:55 Uhr

Bürgerkrieg

Syrische Opposition fordert Waffen statt Worte

Die syrische Regierung zeigt sich zu Gesprächen mit der Opposition bereit. Ob diese darauf eingeht, ist jedoch fraglich, eine Konferenz in Rom boykottiert sie. Man verlasse sich auf auf sich selbst, heißt es.

Proteste in Syrien: Die Opposition fordert den Sturz von Machthaber Assad. Reuters

Proteste in Syrien: Die Opposition fordert den Sturz von Machthaber Assad.

Istanbul/Moskau/GenfDie syrische Opposition will auf keinen Fall an der für Donnerstag geplanten Konferenz der Kontaktgruppe der Freunde Syriens in Rom teilnehmen. Mohammed Sarmini, ein Mitglied des Syrischen Nationalrates (SNC), sagte am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Istanbul: „Unsere Entscheidung, nicht an der Konferenz teilzunehmen, ist von den revolutionären Massen positiv aufgenommen worden.“

Die Opposition wolle sich nicht dem Vorwurf aussetzen, ihre Zeit mit nutzlosen Konferenzen zu verschwenden. „Unsere neue Strategie lautet: Wir verlassen uns auf uns selbst“, fügte er hinzu.

Die USA und die Türkei hätten bereits moderne Waffen an die Rebellen geliefert, allerdings in sehr geringer Zahl, führte der Oppositionelle weiter aus. Auch politisch gehe es nicht voran. Zwar hätten sich Vertreter aus Moskau und Washington bei einem Treffen in Genf darauf geeinigt, „dass Präsident Baschar al-Assad und seine Mannschaft abtreten müssen“. Praktische Schritte, um den Sturz des Regimes zu beschleunigen, seien jedoch bisher ausgeblieben.

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Sarmini bezeichnet sich als „moderaten Islamisten“. Er ist der Auffassung, der Islam solle in Syrien „die wichtigste, aber nicht die einzige Quelle der Gesetzgebung“ sein. Der SNC gehört der Nationalen Syrischen Koalition an, dem größten Bündnis der syrischen Opposition.

Die syrische Regierung zeigt sich zu Gesprächen mit der Opposition bereit. Doch ließ Außenminister Walid al Moallem bei einem Besuch in Moskau am Montag offen, ob die Regierung als Bedingung dafür fordert, dass die Rebellen ihre Waffen niederlegen. Al Moallem wollte sich mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow beraten.

Lawrow hatte die syrische Führung aufgerufen, mit der Opposition zu verhandeln, um den blutigen Bürgerkrieg zu beenden. Russland ist Syriens engster Verbündeter und hat mehrfach Resolutionen im UN-Sicherheitsrat gegen Syrien verhindert. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden seit dem Beginn der Proteste im März 2011 mindestens 70.000 Menschen getötet.

Kommentare (3)

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RumpelstilzchenA

25.02.2013, 12:20 Uhr

Die syrische Opposition sind nichts weiter, als üble Terroristen, die die politische Drecksarbeit des Westens erledigen -- sogenannte Auftragskiller!

Prinzessin

25.02.2013, 13:48 Uhr

Wieder einer der meint Ahnung zu haben und direkt aus Syrien spricht?

Alphawoelfchen

25.02.2013, 15:03 Uhr

"Die USA und die Türkei haben bereits moderne Waffen an die Rebellen geliefert."
Sehr aufschlussreich! In diesem Kontext macht die Stationierung von Patriot-Raketen in der Tat Sinn: Assad könnte ja auf die Idee kommen, Waffenlieferungen der Türkei an die Rebellen zu verhindern.

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