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07.04.2011

06:13 Uhr

Bürgerrechtler

China wirft Ai Weiwei „Wirtschaftsverbrechen“ vor

Seit Tagen wird der prominente Künstler und Bürgerrechtler Ai Weiwei von der chinesischen Polizei festgehalten. Und ist immerhin der Grund dafür bekannt. Die Ermittlungen zielen auf "Wirtschaftsverbrechen" ab.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei soll Wirtschaftsverbrechen begangen haben. Quelle: dapd

Der chinesische Künstler Ai Weiwei soll Wirtschaftsverbrechen begangen haben.

Peking

Der von den chinesischen Behörden festgenommene Künstler und Bürgerrechtler Ai Weiwei soll sich jetzt wegen "Wirtschaftsverbrechen" vor Gericht verantworten. Das berichtete am Donnerstag die Staatsagentur Xinhua, ohne nähere Angaben zu dem angeblichen Verbrechen oder zum Aufenthaltsort von Ai Weiwei zu machen.

Der weltweit bekannte Künstler, der sich auch häufig in Deutschland aufhielt, war am Sonntag von der Grenzpolizei am Flughafen Peking festgenommen worden und ist seither verschwunden, was internationale Proteste auslöste. Er wollte nach Hongkong fliegen. Am 29. April wollte er außerdem eine Ausstellung in Berlin eröffnen.

Erst am Mittwoch hatten Chinas Staatsmedien ihr Schweigen gebrochen und erstmals über den Fall berichtet. Der Bürgerrechtler sei ein "Außenseiter der chinesischen Gesellschaft", hieß es in einem in der Zeitung "Global Times" veröffentlichten Kommentar. "Ai Weiwei tut Dinge, die sich andere nicht herausnehmen. Er ist nah an die rote Linie des chinesischen Rechts gekommen", schrieb das englischsprachige Sprachorgan der Kommunistischen Partei.

Von

rtr

Kommentare (4)

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LouisWu

07.04.2011, 07:51 Uhr

Es sollten umgehend alle wirtschaftlichen Beziehungen mit der VR China abgebrochen werden, ohne wenn und aber! Für mich hat die Situation die gleiche Bedeutung wie die Apartheid in Südafrika.

omegalicht

07.04.2011, 09:10 Uhr

China ist ein kommunistisch geführtes land mit pseudo-kapitalistischen und feudalen Strukturen.
Keiner sollte das vergessen.
Wer großzügig Industrie und Handel in diesem Land betreibt, kann auch ganz schnell wieder verschwinden ( auch als Person ).
Und doch ist Handel eine Vorraussetzung für Wandel in diesem Land.
China wird in naher Zukunft innerlich Erschüttert werden durch Unruhen und Freiheitsbewegungen.
Kein Volk dieser Welt wird sich auf ewig einer Kaste unterstellen .
Ich kann nur hoffen, daß Politiker und Künstler aus der westlichen Welt offen Ihre Meinung sagen, auch wenn es den Despoten im Reich nicht gefällt.
Freiheit für Tibet, Freiheit für die chinesischen Menschen !

Account gelöscht!

07.04.2011, 09:51 Uhr

Viel schlimemr ist doch, das China von der BRD GmbH immer noch Entwicklungshilfe erhält.

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