Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.05.2013

14:52 Uhr

Bulgariens Wahlsieger

Borissow will nicht regieren

Seine Partei hat die Wahlen gewonnen, doch Bulgariens ehemaliger Regierungschef Boiko Borissow verzichtet auf die Bildung einer neuen Regierung. Nun ist es an den Sozialisten eine mögliche Dreier-Koalition zu stemmen.

Bulgariens ehemaliger Regierungschef will nicht regieren: „Ich werde den (Regierungs-)Auftrag zurückgeben, um Zeit zu sparen, so dass die nächste Partei ihn erhält“, sagte Borissow am Mittwoch. AFP

Bulgariens ehemaliger Regierungschef will nicht regieren: „Ich werde den (Regierungs-)Auftrag zurückgeben, um Zeit zu sparen, so dass die nächste Partei ihn erhält“, sagte Borissow am Mittwoch.

SofiaBulgariens ehemaliger Regierungschef Boiko Borissow (GERB) möchte trotz Wahlsieges auf die Bildung einer neuen Regierung verzichten. „Ich werde den (Regierungs-)Auftrag zurückgeben, um Zeit zu sparen, so dass die nächste Partei ihn erhält“, sagte Borissow am Mittwoch. Seine Regierung war im Februar durch Straßenproteste gegen hohe Strompreise und die weit verbreitete Armut gestürzt worden.

Mit dem Verzicht auf eine Regierungsbildung gibt der konservative Politiker einer entsprechenden Forderung der neuen, sozialistisch dominierten Parlamentsmehrheit nach. Borissows GERB-Partei ist nach der vorgezogenen Parlamentswahl vom 12. Mai zwar mit 97 Mandaten - von insgesamt 240 Sitzen im Parlament - die stärkste Fraktion, hat aber die absolute Mehrheit deutlich verfehlt.

Die Sozialisten nahmen unterdessen als zweitstärkste Partei (84 Sitze) Gespräche zur Bildung der neuen bulgarischen Regierung auf. Diese Regierung soll direkt von der Partei der türkischen Minderheit DPS (36 Mandate) und indirekt durch die EU-feindliche nationalistische Ataka unterstützt werden. „Die Dreier-Koalition ist bereits sichtbar“, meinte Borissow.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

DausHH

22.05.2013, 15:28 Uhr

schreibt doch mal ein bißchen mehr über die vorgänge im EU-land bulgarien: die abhöraktionen, die zuviel gedruckten wahlzettel, die am vorabend der wahl beschlagnahmt wurden, die erstaunlich große anzahl von stempeln für die wahlbüros...
balkan at its best

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×