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21.11.2012

15:53 Uhr

Bundesbank

USA dürfen nicht aus Basel III aussteigen

In den USA mehrt sich der Widerstand gegen die schärferen Kapitalregeln für Banken. Das sorgt für Verstimmung bei der Bundesbank. Vorstand Andreas Dombret warnte die Amerikaner vor einem Basel-III-Ausstieg.

Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret. Reuters

Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret.

FrankfurtDer US-Widerstand gegen die Einführung schärferer Kapitalregeln für Banken („Basel III“) nährt in Deutschland die Sorge vor einer Verzerrung des Wettbewerbs. Die Amerikaner dürften nicht kurz vor dem Starttermin ausscheren, nachdem sie die Vorgaben mit ausgehandelt hätten, forderte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret am Mittwoch in Frankfurt laut Redetext. Jeder Versuch einer Verwässerung werde „zu neuen Spannungen an den Finanzmärkten“ führen.

Die führenden Wirtschaftsmächte (G20), darunter die USA, hatten sich Ende 2010 verpflichtet, „Basel III“ ab 2013 anzuwenden. Die Regeln, die schrittweise bis 2019 eingeführt werden sollen, verpflichten Banken zu dickeren Kapitalpuffern.

Wann „Basel III“ in der Europäischen Union endgültig beschlossen wird, ist noch offen. Dass sich jedoch nun kritische Stimmen aus den USA mehren, verstimmt hiesige Branchenvertreter.

„Es ist unstreitig, dass eine unterschiedliche - auch zeitlich unterschiedliche - Einführung einen großen Wettbewerbsnachteil für die europäischen Banken bedeuten würde“, sagte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Andreas Schmitz, in Frankfurt.

Schmitz betonte: „Wir haben hohes Interesse daran, dass die auf G20-Ebene beschlossenen Maßnahmen zur Stabilisierung des globalen Finanzsystems sukzessive umgesetzt werden.“ Allerdings waren in den USA auch die Vorgängerrichtlinien „Basel I“ und „Basel II“ nicht oder nur in Teilen eingeführt worden.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

21.11.2012, 16:57 Uhr

Exakt so, die amerikanischen Großbanken sind zum Teil noch weit davon entfernt, auch nur in die Nähe von Basel III zu kommen. Die europäischen bis auf die spanischen Riesen Santander und BBVA allerdings auch nicht.Die haben zumindest Rücklagen für die Immobilienkrise gebildet.Wo steht die DB?
Die "Stimmen" die sich mehren, kommen eindeutig aus der Bankenszene.Da sollte man sofort Gegendruck machen.Sonst geht das ganze Treiben bald wieder von vorne los.Dann kippen sie wieder und müssen "gerettet" werden.Bei dem Treiben der Banken und vor allen Dingen der Schattenbanken weiß doch kein Mensch, wann wieder einer/eine kippt.Und das kommt bestimmt!

Adolf

21.11.2012, 17:41 Uhr

"Vorstand Andreas Dombret warnte die Amerikaner"
Na wenn das nicht toll ist!
Wir sind wieder wer, wir können sogar die USA warnen!

Kulleraugen

21.11.2012, 17:58 Uhr

Ich weiß nicht mann sollte Rettungen von Banken Kategorisch ausschließen. Die Bankenabgabe sollte verdreifacht werden und ein Abwicklungsfonds sollten Sei selbst aufbauen. Es geht ja nur darum die Bonis wider Hoch genug ein zu führen das geht aber nicht wenn zu viel Geld als Rücklage gebraucht wird. Bänker sidn eh ein Undankbares folk

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