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24.01.2017

08:11 Uhr

Bundesforschungsministerin Wanka

Erasmus-Programm ist eine „Erfolgsgeschichte“

Grenzenlos studieren in Europa – für Millionen junge Menschen hat das einen Namen: Erasmus. Heute wird das 30-jährige Bestehen des EU-Projekts gefeiert. Der Jubel ist jedoch von Brexit-Sorgen getrübt.

„Wenn Europa Dinge vorzuweisen hat, die funktionieren, dann ist Erasmus eines davon“, sagte Wanka. dpa

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka

„Wenn Europa Dinge vorzuweisen hat, die funktionieren, dann ist Erasmus eines davon“, sagte Wanka.

BerlinBundesforschungsministerin Johanna Wanka hat das Erasmus-Förderprogramm für mehr europäische Mobilität in der Hochschul- und Berufsbildung als „Erfolgsgeschichte“ gewürdigt. „Wenn Europa Dinge vorzuweisen hat, die funktionieren, dann ist Erasmus eines davon“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit Blick auf das 30-jährige Bestehen des milliardenschweren EU-Projekts.

„Es ist beeindruckend, wenn man sich die Zahlen anschaut und sieht, was kürzere oder längere Auslandsaufenthalte für unsere jungen Menschen bewirken“, betonte Wanka. Die Bundesregierung habe „deshalb dafür gesorgt, dass Erasmus+ aufgestockt und die berufliche Bildung verstärkt in das Programm einbezogen wurde. Deshalb können wir sehr optimistisch in die Zukunft schauen. Die vielen europäischen Staaten, die sich in Erasmus engagieren, werden das auch weiterhin tun.“

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Mit Blick auf den angekündigten EU-Ausstieg der Briten sagte die Ministerin: „Mobilität von Studierenden und Wissenschaftlern braucht ja auch Großbritannien – völlig unabhängig davon, ob das Land in der EU ist oder nicht. Denn Wissenschaft lebt vom Austausch.“ Wanka räumte ein, das Interesse der britischen Seite an Erasmus lasse „sich derzeit noch nicht abschätzen“. Dies gelte es nun in Verhandlungen auszuloten, etwa über die bislang günstigen Bedingungen europäischer Erasmus-Studenten in Großbritannien (unter anderem ohne hohe Studiengebühren). „Dies ist ein Punkt, an dem ich jetzt nicht zu pessimistisch wäre – aber wir müssen uns gut vorbereiten, und wir tun das auch.“

Der Name des 1987 begründeten Förderprojekts der Europäischen Union geht auf Erasmus von Rotterdam (1466-1536) zurück, einen Gelehrten der Renaissance-Zeit. Nach bescheidenen Anfängen ist es inzwischen das weltweit größte Programm für Auslandsaufenthalte an Universitäten. Seit dem Gründungsjahr 1987 profitierten mehr als drei Millionen Studierende von dem Programm. 2014 wurden in Erasmus+ bisherige EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammengeführt. Das Budget liegt bei knapp 15 Milliarden Euro.

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Wanka sagte der dpa zur Marschroute im Zusammenhang mit dem Brexit und zu möglichen Auswirkungen auf die Hochschulpolitik: „Es macht die anstehenden Verhandlungen nicht einfacher, wenn wir vorab in einzelnen Politikfeldern Wünsche und Szenarien ausbreiten. Deutschland hat zu Großbritannien in Forschung, Bildung und Wissenschaft intensive bilaterale Beziehungen, die nicht mit einer EU-Mitgliedschaft zusammenhängen. Auch die britische Seite hat großes Interesse, dass das weiter funktioniert.“

Wanka, Jugendministerin Manuela Schwesig (SPD), die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK), Susanne Eisenmann (CDU), und EU-Bildungskommissar Tibor Navracsics begehen am Vormittag bei einer Festveranstaltung in Berlin gemeinsam das 30-jährige Bestehen von Erasmus.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

24.01.2017, 12:38 Uhr

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