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07.01.2005

08:44 Uhr

Bundeskanzler Schröder plant kommunale Patenschaften

Patenschaften geben der Hilfe ein Gesicht

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wird mit Vertretern kommunaler Spitzenverbände kommenden Mittwoch in Berlin erstmals gemeinsam über mögliche Flut-Patenschaften diskutieren. Jetzt gehe es darum, der Hilfe für die Flutopfer „ein Gesicht zu geben“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg.

sk BERLIN. Seiner Ansicht nach sollten sich Bürger mit ihrer Spende an bestimmten Projekten in einer Partnerkommune beteiligen können. Denkbar sei auch, Personal aus dem kommunalen Bereich zu stellen. „Der Bund muss ein konkretes Konzept vorlegen, wie wir unsere Hilfsaktivitäten einbringen können“, forderte Landsberg.

Viele Gemeinden hatten sich positiv über Schröders Vorstoß geäußert, über kommunale Paten- oder Partnerschaften den Flutopfern in Asien zu helfen. Einzelne Kommunen wie Bonn haben bereits eigenständig Projekte gestartet. Dortmund dagegen forderte, die Partnerschaften international oder national zu organisieren: „Jedem Bundesland sollte eine Region in dem Krisengebiet zugeordnet werden und jeder Stadt eine Stadt“, sagte ein Sprecher. Der Städte- und Gemeindebund NRW rief dazu auf, bestehende Kontakte in der Region zu nutzen. Ohne diese werde aber wohl noch einige Zeit vergehen, bis sinnvolle Partnerschaften entstehen können: „Jetzt muss erstmal die Überlebensfähigkeit gesichert werden“, sagte Hans-Gerd von Lennep, Beigeordneter für Recht und Verfassung, dem Handelsblatt. Konkrete Hilfe sei nur möglich, wenn die empfangende Gemeinde eine funktionierende Infrastruktur habe. Das sei im Katastrophengebiet noch nicht der Fall.

Ob sich Berlin finanziell an einzelnen Projekten beteiligt, ist offen. Die Kommunen wollen das Thema am Mittwoch ansprechen, ebenso die Koordinierung mit internationalen Aktivitäten. Bonn verfolgt seine Pläne ohne öffentliche Gelder.

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