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28.04.2017

19:19 Uhr

Bundeskanzlerin Merkel

Macron wäre ein „starker Präsident“

Bundeskanzlerin Merkel hat sich festgelegt: Sie hofft auf Emmanuel Macron als kommenden französischen Präsidenten. Die Vorwürfe, Macron könne als deutscher Kandidat angesehen werden, weist sie entschieden zurück.

Bundeskanzlerin Merkel spricht sich klar für den französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron aus. AFP; Files; Francois Guillot

Angela Merkel und Emmanuel Macron

Bundeskanzlerin Merkel spricht sich klar für den französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron aus.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hofft auf einen Wahlsieg des unabhängigen französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron. „Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass Emmanuel Macron, wenn er gewählt werde sollte - was ich mir wünsche - ein starker Präsident sein wird“, sagte Merkel dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) laut einem am Freitag veröffentlichten Vorabbericht. Sie wies den Vorwurf als „absurd“ zurück, dass Macron als „deutscher Pudel“ wahrgenommen werden könnte. Der Franzose werde als Präsident genauso für französische Interessen kämpfen wie sie als Kanzlerin deutsche Interesse vertrete. Für beide Länder seien aber die deutsch-französische Freundschaft und die EU unverzichtbar.

Zuvor hatte Europa-Statsminister Michael Roth (SPD) gewarnt, Macron dürfe nicht als deutsche Kandidaten wahrgenommen werden, weil ihm dies in der Stichwahl gegen seine rechtsextreme Konkurrentin Marine Le Pen am 7. Mai schaden könne. Der in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen ausgeschiedene Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon kündigte am Freitag an, er wolle keine Wahlempfehlung für Macron oder Le Pen aussprechen.

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Zentrales Ziel in Europa sei die Schaffung von Arbeitsplätzen, sagte Merkel. Dafür werde bereits viel Geld in der EU eingesetzt. Die Bundesregierung sei offen, wenn es darum gehen, den digitalen Binnenmarkt oder die Förderung der Start-Up-Kultur in der EU zu verbessern. „Aber es geht bei weitem nicht nur um Geld“, sagte sie auf die Frage, ob Deutschland zusätzliches Geld in der EU in die Hand nehmen müsse. Sie wolle aber den Debatten mit dem nächsten französischen Präsidenten nicht vorgreifen.

Von

rtr

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