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16.01.2004

15:09 Uhr

Bundesregierung liegen keine offiziellen Aussagen vor

US-Widerstand gegen Irak-Aufträge für Deutschland sinkt

Die Hinweise verdichten sich, dass die USA jetzt doch den Kriegsgegnerstaaten Verträge für den Wiederaufbau im Irak ermöglichen wollen.

HB WASHINGTON/BERLIN. Wie die „Washington Post“ und die „New York Times“ am Freitag berichteten, erklärten amerikanische Regierungsmitarbeiter, das Weiße Haus erwäge inzwischen einen solchen Kurswechsel. Das Pentagon hatte Deutschland und Frankreich im Dezember wegen ihrer Ablehnung des Irak-Kriegs von den Aufträgen ausgeschlossen.

Mit dem Kurswechsel solle die Bereitschaft der internationalen Partner gestärkt werden, die USA im Irak zu unterstützen, hieß es. Am Dienstag hatte US-Präsident George W. Bush bereits angekündigt, dass Kanada sich um einen Teil der von den USA finanzierten Aufträge bewerben könne.

Am Donnerstag hatten sich die französische Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie und ihr US-Kollege Donald Rumsfeld bei einem Treffen in Washington um eine Beilegung der Spannungen bemüht. Es war der erste Besuch der Französin in Washington seit dem Irak-Krieg. Der Pariser Außenminister Dominique de Villepin bezeichnete die Zusammenarbeit mit den USA in einem Interview als „lebendig“.

Noch liegen keine offiziellen Informationen vor

Fünf Tage vor der Bieterkonferenz für den Wiederaufbau im Irak hat die Bundesregierung nach eigenen Angaben noch keine offiziellen Informationen über eine mögliche Zulassung deutscher Firmen bei der Vergabe von Großaufträgen.

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