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20.02.2014

19:14 Uhr

Bundeswehr

Mehr Soldaten für Mali

Ende des Jahres läuft der Nato-Kampfeinsatz aus – der Bundestag hat den Einsatz jetzt ein letztes Mal verlängert. Nach Mali hingegen wollen die Parlamentarier künftig mehr deutsche Soldaten schicken.

Malische Soldaten in einem Trainingscamp: An der EU-Mission in Mali beteiligt sich die Bundeswehr seit einem Jahr mit rund 100 Soldaten. dpa

Malische Soldaten in einem Trainingscamp: An der EU-Mission in Mali beteiligt sich die Bundeswehr seit einem Jahr mit rund 100 Soldaten.

BerlinDer Bundestag hat den Kampfeinsatz der Bundeswehr in Afghanistan ein letztes Mal verlängert und die Ausbildungsmission in Mali ausgeweitet. Für beide Missionen gab es am Donnerstag im Bundestag eine breite Mehrheit. Im westafrikanischen Mali sollen künftig bis zu 250 Soldaten statt bisher maximal 180 eingesetzt werden. Erstmals sollen Soldaten der deutsch-französischen Brigade in eine EU-Mission in Afrika geschickt werden.

Der Nato-Kampfeinsatz in Afghanistan läuft Ende des Jahres aus. Die Bundeswehr will sich anschließend aber noch mit bis zu 800 Soldaten an der Ausbildung der afghanischen Streitkräfte beteiligen. Derzeit sind noch rund 2900 Soldaten am Hindukusch.

Dem Afghanistan-Einsatz stimmten 83 Prozent der anwesenden Abgeordneten zu und damit deutlich mehr als im vergangenen Jahr mit 74 Prozent. Die Linke ist geschlossen gegen die Mission, die Grünen sind gespalten. Für die Mali-Mission stimmten 89 Prozent der Abgeordneten, nur die Linke war dagegen.

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An der EU-Mission in Mali beteiligt sich die Bundeswehr seit einem Jahr mit rund 100 Soldaten. Islamistische Rebellen hatten nach einem Militärputsch 2012 große Teile Malis unter ihre Kontrolle gebracht. Durch eine Intervention französischer und afrikanischer Truppen wurden sie weitgehend zurückgedrängt. Es kommt aber immer wieder zu Anschlägen.

Der Abzug der einst mehr als 5000 Soldaten aus Afghanistan begann bereits vor zwei Jahren. Ob die Ausbildungsmission ab 2015 zustande kommt, ist noch offen. Voraussetzung ist die Unterzeichnung eines Sicherheitsabkommens zwischen Afghanistan und den USA, das den internationalen Truppen Immunität vor Strafverfolgung durch afghanische Behörden sichern soll.

Im Januar 2002 hatte der Nato-Einsatz in Afghanistan begonnen. Seit damals kamen 55 deutsche Soldaten ums Leben. Aber nicht nur deshalb fällt die Bilanz gemischt aus. Noch immer gebe es erhebliche Probleme mit Korruption und Drogenanbau, räumte der stellvertretende SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich ein. Auf der anderen Seite sei es jedoch gelungen, die Grundbedürfnisse nach Wasser, Medizin und Bildung zumindest teilweise zu befriedigen.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

21.02.2014, 08:08 Uhr

Da sollten die Abgeordneten und ihre Familien in den Krieg ziehen und für ihre Interessen kämpfen.

ro.

21.02.2014, 08:54 Uhr

Genau meine Meinung. Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung will keine Auslandseinsätze deutscher Soldaten. Auch hier ein Parlament voller Abnicker

gerhard

21.02.2014, 09:23 Uhr

Der Bundestag hat den Kampfeinsatz der Bundeswehr in Afghanistan ein letztes Mal verlängert und die Ausbildungsmission in Mali ausgeweitet. Für beide Missionen gab es am Donnerstag im Bundestag eine breite Mehrheit. (Zitat)
.....Kampfeinsatz ...ein letztes Mal verlängert ? - und da stand doch immer die berühmte Laterne noch?
Und steht sie noch davor,
So wolln wir uns da wiedersehn,
Wenn wir bei der Laterne stehn,
Wie einst, Lilli Marleen,
Wie einst, Lilli Marleen
Dieses berühmte Lied zeugt heute noch für jenen Wahnsinn . Nichts gegen das berühmte Lied - nur gegen die heutigen "Missionen", denn dazu kann man nur sagen - immer noch nichts- "gelernt" .

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