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27.07.2017

02:26 Uhr

Bundeswehr

Zwei Soldaten sterben bei Hubschrauberabsturz in Mali

Bei dem Absturz eines Bundeswehrhubschraubers in Mali sind beide Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Nun steht die Frage nach der Ursache im Mittelpunkt. Erste Erkenntnisse deuten auf technisches Versagen hin.

Hubschrauberabsturz in Mali

Von der Leyen: „Ich verneige mich vor dem Opfer der beiden Soldaten“

Hubschrauberabsturz in Mali: Von der Leyen: „Ich verneige mich vor dem Opfer der beiden Soldaten“

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BerlinNach dem Tod von zwei Bundeswehrsoldaten beim Absturz eines Tiger-Kampfhubschraubers in Mali steht die Frage nach der Ursache im Mittelpunkt. Ein Expertenteam der Bundeswehr sei am Donnerstag in Gao, um unter anderem den Flugschreiber auszuwerten, sagte der Stellvertreter des Generalinspekteurs, Vizeadmiral Joachim Rühle. Der Routine-Flugbetrieb der Tiger werde bis auf Weiteres ausgesetzt. Hinweise auf Fremdeinwirkung lägen bisher nicht vor. Laut einer Mitteilung der Friedensmission der Vereinten Nationen Minusma deuteten erste Erkenntnisse auf technisches Versagen als Ursache hin.

Ein technisches Versagen könnte auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen unter Druck setzen. Die CDU-Politikerin hatte in ihrer Amtszeit immer wieder die Bedeutung guter Ausrüstung der Soldaten im Einsatz betont.

Der Hubschrauber war am Mittwochnachmittag 70 km nördlich von Gao abgestürzt und ausgebrannt. Der Pilot eines zweiten Tigers, der unmittelbar hinter der Unglücksmaschine flog, berichtete nach Informationen des „Spiegel“, der Tiger sei „urplötzlich und ohne einen Notruf mit der Nase nach vorne abgekippt und dann sofort im Sturzflug zu Boden gegangen“.

Es sind die ersten Todesfälle von Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz seit 2015. Mali gilt seit längerem als der derzeit gefährlichste Einsatz der Truppe. Bislang waren die deutschen Soldaten dort aber verschont geblieben. An der Mission beteiligen sich derzeit 875 Bundeswehr-Soldaten. Die Truppe ist in der ehemaligen Rebellenhochburg Gao stationiert.

UN-Generalsekretär António Guterres übermittelte dem neuen deutschen UN-Botschafter Christoph Heusgen in New York sein Beileid. Zugleich dankte er Deutschland für das Engagement in den UN-Friedensmissionen.

Kommentare (9)

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Herr Peter Spiegel

26.07.2017, 17:42 Uhr

Deutschland wird in Mali verteidigt und nicht an seinen Grenzen, Wie gut das es diese Weitsicht gibt. Unglücklicher Weise sind die Berge am Hindukusch sehr hoch,
so daß die Regierung nicht weit genug sehen konnte.

Enrico Caruso

26.07.2017, 17:48 Uhr

Generalfeldmarschall Rommel und seine Truppen wurden damals nicht bis nach Mali geschickt. Man hatte eben noch nicht jegliches Augenmaß verloren. Heute schon.

Herr Peter Spiegel

26.07.2017, 19:56 Uhr

Kann es sein das in Mali Uran für die französishen Freunde geschürft wird ?
Opération Serval – Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Opération_Serval
Die Opération Serval war eine Operation der französischen Streitkräfte in Mali auf Bitte der .... Der französische Energiekonzern Areva fördert im Nachbarland Niger Uran, das für den Betrieb französischer Atomkraftwerke benötigt wird. Auch in ...

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