Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.06.2014

16:48 Uhr

Bundeswirtschaftsminister

Gabriel will Stabilitätspakt nicht infrage stellen

Wirtschaftsminister Gabriel betont, er wolle den europäischen Stabilitätspakt nicht grundsätzlich ändern. Er habe lediglich darauf hingewiesen, dass manchen Staaten mehr Zeit für den Defizitabbau eingeräumt werden könne.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD): Die Defizit-Berechnung in Europa müsse geändert werden, um Ländern bei Reformen mehr Spielraum zu gewähren. dpa

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD): Die Defizit-Berechnung in Europa müsse geändert werden, um Ländern bei Reformen mehr Spielraum zu gewähren.

Berlin/ ToulouseBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist dem Eindruck entgegengetreten, er wolle den europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt in seinen Grundfesten ändern. „Sigmar Gabriel hat in Toulouse keineswegs den Stabilitäts- und Wachstumspakt infrage gestellt“, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag. „Er hat lediglich (...) darauf hingewiesen, dass manchen Staaten mehr Zeit für den Defizitabbau eingeräumt werden könnte, wenn sie konkrete Reformschritt in Angriff nehmen“, ergänzte er.

Gabriel hatte sich in Toulouse für eine Änderung der Defizit-Berechnung in Europa ausgesprochen, um Ländern bei Reformen mehr Spielraum zu gewähren. „Eine Idee dafür könnte zum Beispiel sein, dass die Kosten, die durch Reformpolitik in einzelnen Ländern entstehen, nicht auf die Defizite angerechnet werden“, sagte der Minister. Das würde bedeuten, „dass man einen Tausch macht: Reformen gegen Defizitkriterien“. „Diejenigen, die ihren Staat reformieren, müssen etwas mehr Zeit haben, um von ihren Defiziten herunterzukommen“, sagte der SPD-Minister.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

16.06.2014, 17:06 Uhr

Auf alle Faelle, besser wird es nur, wenn mehr Schulden entstehen. Durch neue Regeln der Bilanzierung sieht das dann auch besser aus. Erst kaufen wir Zeit, dann Erfolg.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×