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07.01.2004

15:35 Uhr

Bush-Vorschlag

USA wollen Millionen Einwanderer-Jobs legalisieren

In den USA ohne gültige Papiere arbeitende Frauen und Männer sollen ihren Status künftig befristet legalisieren dürfen, wenn ihr Arbeitgeber für sie bürgt. Das sieht eine Reform des Immigrationsrechts vor, die US-Präsident Bush angeregt hat.

HB WASHINGTON. Bewerber aus dem Ausland können ebenfalls eine zunächst dreijährige Arbeitserlaubnis beantragen. Sie müssen allerdings ein Arbeitsplatzangebot nachweisen, für das der Arbeitgeber keinen Amerikaner finden konnte, kündigte Bush im Weißen Haus an. Die Arbeitserlaubnis kann verlängert werden.

Nach Ende ihrer Beschäftigung sollen die Arbeiter in ihre Heimatländer zurückkehren, sagte Bush. Es bleibe jedem frei, sich um die US-Staatsbürgerschaft zu bewerben. Dabei würden die Teilnehmer an dem Programm gegenüber anderen Bewerbern jedoch nicht bevorzugt. Die Zahl der so genannten Green Cards, die zum unbefristeten Aufenthalt und zur Arbeit in den USA berechtigen, soll gleichzeitig erhöht werden. Bislang händigen die USA rund 140 000 Green Cards im Jahr aus, die in aller Welt verlost werden.

Die gültigen Gesetze „spiegeln nicht die Bedürfnisse der Wirtschaft wider“, sagte Bush. Bush verwies auf die überragende Bedeutung der Einwanderer, die die USA im 20. Jahrhundert zur stärksten Wirtschaftsnation der Welt gemacht hätten. Er pries den Unternehmergeist früherer Einwanderer. „Unser Land hat immer von den Träumen profitiert, die andere hierher gebracht haben“, sagte Bush. „Unser Land braucht ein Einwanderungssystem, das der amerikanischen Wirtschaft dient und den amerikanischen Traum reflektiert.“

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