Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.04.2015

20:00 Uhr

Busse und Bahnen

Alle Pariser Frauen haben Erfahrung mit Belästigung im Nahverkehr

Jede Pariser Frau ist schon einmal in einem Bus oder in einer Bahn belästigt worden. Die französische Regierung will nach einem Bericht nun „entschiedene Maßnahmen“ gegen Begrapschungen und Beleidigungen einleiten.

Die Ministerin kündigt Gegenmaßnahmen an. AFP

Marisol Touraine

Die Ministerin kündigt Gegenmaßnahmen an.

ParisJede Nutzerin des öffentlichen Nahverkehrs im Großraum Paris ist schon einmal Opfer sexueller Belästigung geworden. Besonders junge Frauen seien von Belästigungen betroffen, in 50 Prozent der Fälle sogar schon vor ihrem 18. Geburtstag, hieß es in einem Bericht des Hohen Rates für Gleichheit zwischen Männern und Frauen, der am Donnerstag der französischen Regierung übergeben wurde. Diese versprach, „entschiedene Maßnahmen“ gegen die aufgelisteten Übergriffe wie Begrapschen, Beleidigungen oder lüsterne Blicke einzuleiten.

60 Prozent der 600 befragten Frauen berichteten, dass sie fürchteten, in den Verkehrsmitteln überfallen oder ausgeraubt zu werden, während nur 30 Prozent der Männer derartige Ängste äußerten. In ganz Frankreich seien vor allem Busse und Schulbusse Schauplätze von Belästigungen und sexueller Gewalt. Zudem seien Übergriffe am Tage häufiger als am Abend, konstatierte der Hohe Rat und empfahl angesichts der Zustände einen nationalen Aktionsplan.

Der Rat forderte, das „Schweigen“ müsse „gebrochen“ werden. Die Ratsvorsitzende gestand ein, sie habe keine Vorstellung davon gehabt, dass die Lage für die Frauen „derart gravierend und erdrückend ist“. Vor allem sei es notwendig, für eine bessere Kenntnis der Mittel zur Alarmierung des Sicherheitspersonals zu sorgen. Auch sei es empfehlenswert, den Bustransport durch mehr Wunschhaltestellen und dichtere Fahrpläne besser zu organisieren und so vor allem Alleinreisenden in der Nacht mehr Sicherheit zu bieten, hieß es in dem Bericht.

Frankreichs Ministerin für Soziales, Marisol Touraine, kündigte für die kommenden Wochen „entschiedene Maßnahmen“ an. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Nahverkehrsmittel nicht genutzt werden könnten, „ohne behelligt zu werden“.

Von

afp

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

16.04.2015, 20:44 Uhr

"Diese versprach, „entschiedene Maßnahmen“ gegen die aufgelisteten Übergriffe wie Begrapschen, Beleidigungen oder lüsterne Blicke einzuleiten."

Hä, lüsterne Blicke?!
Eh, was guckst Du, willste mich anmachen!

Und ich dachte nur bei manchen Tieren und primitiven Menschen darf man nicht in die Augen oder sie in besonderer Weise anschauen.

Über die Haupttätergruppen wagt man nicht zu berichten, es könnte ja möglicherweise dem Falschen Wasser auf die Mühle geben, nicht wahr, da ist es besser die Realität einfach wegzublenden!!!

Herr Nerd Maverick

16.04.2015, 21:32 Uhr

Solch ein Artikel ohne die Worte "Islam" oder "Migranten". Welch eine Verblendung. Nun es wird wohl kommen, was kommen muss: 50 % für den Front National, dann die große Rückabwicklung der islamischen Migration, dann die Rache des Volkes an denen , die das ganze eingebrockt haben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×