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02.02.2017

13:34 Uhr

Campus-Protest gegen Rechtspopulist

Trump droht Uni in Kalifornien nach abgesagtem Blogger-Auftritt

Molotow-Cocktails und Feuerwerk fliegen durch die Luft. Der Protest hat Erfolg: Ein umstrittener Rechtspopulist kann nicht an der UC Berkeley auftreten. Donald Trump denkt laut über eine Strafe für die Universität nach.

Die Studenten legten Feuer, schlugen Scheiben ein und rissen Absperrungen nieder. AFP; Files; Francois Guillot

Protest an der UC Berkeley

Die Studenten legten Feuer, schlugen Scheiben ein und rissen Absperrungen nieder.

BerkeleyUS-Präsident Donald Trump hat der Universität von Kalifornien (UC) mit dem Entzug staatlicher Mittel gedroht, nachdem auf dem Campus in Berkeley der Auftritt eines rechtspopulistischen Bloggers abgesagt worden war. Mehr als tausend Menschen hatten am Mittwoch (Ortszeit) gegen den geplanten Auftritt des umstrittenen Trump-Anhängers Milo Yiannopoulos demonstriert. Dabei wurden Feuer gelegt, Scheiben eingeschlagen und Absperrungen niedergerrissen. Es sei nötig gewesen, Yiannopoulos in Sicherheit zu bringen, erklärte die Uni die Absage in einer Mitteilung.

Trump twitterte am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit): „Wenn U.C. Berkeley freie Meinungsäußerung nicht erlaubt und Gewalt gegen unschuldige Menschen mit anderen Ansichten verübt – KEINE BUNDESMITTEL?“

Das Trump-Kabinett – Militärs, Manager und Millionäre

Außenminister: Rex Tillerson (64)

Der gelernte Bauingenieur verbrachte sein gesamtes Berufsleben beim Öl-Multi ExxonMobil. 1975 trat er beim weltgrößten Energiekonzern ein und arbeitete sich bis zum Vorstandsvorsitzenden hoch. Auslandserfahrungen sammelte er bei Einsätzen im Jemen, Thailand und Russland. Auch als Konzernchef pflegte der Texaner seine engen Kontakte zu Russland, dessen Präsident Wladimir Putin ihm dafür den „Orden der Freundschaft“ verlieh. Tillerson setzt sich für eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland ein und ist ein Gegner der von den USA bisher mitgetragenen Sanktionen des Westens wegen des Ukrainekonflikts.

Finanzminister: Steven Mnuchin (53)

Steven Mnuchin ist der erste Leiter des Ressorts mit umfangreicher Wall-Street-Erfahrung seit seinem früheren Goldman-Sachs-Boss Henry Paulson unter George W. Bush. Mnuchin gründete die Filmproduktionsfirma Dune Capital, die unter anderem „Avatar“ und „Gravity“ mitfinanziert hat. Mit Trump ist er privat seit über 15 Jahren verbunden.

Verteidigungsminister: James Mattis (66)

Der frühere General der Marines leitete das Central Command, das die US-Einsätze im Nahen Osten und Südasien steuert.

Justizminister: Jeff Sessions (69)

Der Senator aus Alabama gehörte zu den ersten Unterstützern Trumps. Der ehemalige Bundesstaatsanwalt vertritt bei der Einwanderung einen harten Kurs.

Heimatschutzminister: John Kelly (66)

Kelly ist der bislang dritte Ex-General in Trumps Kabinett. Wie Mattis diente er bei den Marines. Er hat sich wie Trump für ein schärferes Vorgehen gegen illegale Einwanderung und eine Verstärkung der Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze zu Mexiko starkgemacht.

Innenminister: Ryan Zinke (55)

Der Kongressabgeordnete war Kommandeur der Marine-Elitetruppe Navy SEALs. Das Ministerium verwaltet rund ein Fünftel der öffentliche Flächen des Landes, darunter Nationalparks. Es ist in den USA nicht für die innere Sicherheit zuständig. Das übernehmen die Ministerien für Justiz und Heimatschutz. Zinke ist gegen die Privatisierung von öffentlichem Grundbesitz, hat aber auch für Gesetze gestimmt, die Umweltauflagen in solchen Gebieten aufweichen. Trump will auf Staatsgebiet verstärkt Ölbohrungen und Bergbau erlauben.

Handelsminister: Wilbur Ross (78)

Der Milliardär diente Trump als Wirtschaftsberater. Entschiedener Gegner des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta.

Verkehrsministerin: Elaine Chao (63)

Diente George W. Bush acht Jahre lang als Arbeitsministerin. Sie ist die Ehefrau des republikanischen Mehrheitsführers im Senat, Mitch McConnell.

Leiter der Umweltschutzbehörde EPA: Scott Pruitt (48)

Früher ranghöchster Staatsanwalt im Bundesstaat Oklahoma, Gegner der Klimaschutzpolitik von Präsident Barack Obama.

Chef des nationalen Wirtschaftsrates: Gary Cohn (56)

Der Investmentbanker ist Präsident und Chief Operating Officer (COO) der Großbank Goldman Sachs.

Energieministerium: Rick Perry (66)

Der ehemalige Gouverneur von Texas und kurzzeitige republikanische Präsidentschaftsbewerber soll das wichtige Ressort leiten. Pikant: Während seiner Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur 2012 hatte Perry die Auflösung des Ministeriums vorgeschlagen.

Die Gruppe republikanischer Studenten „Berkeley College Republicans“ hatte den britischen Journalisten, der für das rechtspopulistische US-Nachrichtenportal Breitbart News arbeitet, eingeladen. Der 33-Jährige sollte auf dem Campus eine Rede halten. Trumps Chefstratege Stephen Bannon war bis vor kurzem Chef von Breitbart News.

Etwa 150 maskierte Unruhestifter hätten die Gewalt angezettelt, hieß es von der Universität. Unter anderem seien Molotow-Cocktails geworfen und Polizisten mit Feuerwerk angegriffen worden.

Die Polizei wies Demonstranten und Anwohner an, sich von der Universität fernzuhalten. Nach mehreren Stunden löste sich die Demonstration auf. Die Universität teilte mit, dass der Unterricht am Donnerstag wie geplant stattfinden werde.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Chris Adam

02.02.2017, 15:59 Uhr

Krank. Einfach nur krank. Das wird mein letzter Beitrag hier sein und der letzte Bericht den ich im Handelsblatt lese. Das ist wohl die größte Frechheit die ich hier je lesen musste.

Für alle interessierten die kein englisch sprechen und deshalb keine amerikanischen Zeitungen lesen können hier mal was Sache ist(wer englisch kann liest zu dem Thema besser andere Zeitungen!):

Californien ist eine Hochburg der Dems, eine Hochburg der !!!freien Meinungsäußerung!!! Allerdings offensichtlich nur für Leute die der Meinung der Dems sind. Fakt ist das dort wie im Bericht steht Feuer gelegt wurden, Privateigentum zerstört wurde und ich meine auch einige Menschen verletzt wurden. Festnahmen gab es genau !!!NULL!!! Das ist der Rechtsstaat der Dems. Noch Fragen weshalb Trump im weißen Haus sitzt und nicht Hillary?

In diesem Bericht hier wird es so dargestellt als würde Hitler zu Besuch kommen und gerade so von Hippies mit Blumenwerfern vertrieben werden.

Die Realität ist das ein Republikaner sprechen wollte und von vermummten der gesamte Campus lahm gelegt wurde!

BITTE BITTE BITTE glaubt nicht was das Handelsblatt schreibt und sucht euch andere Quellen. Das hier ist pure Verarsche!

UND TSCHÜSS!

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