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28.03.2011

22:09 Uhr

Chaos in Jemen

Präsident Abdullah will sich Druck nicht beugen

Trotz anhaltender Proteste und zunehmend chaotischer Zustände in seinem Land will Jemens Langzeit-Präsident Ali Abdullah Salih nicht zurücktreten. Bereits seit Mitte Februar fordern Demonstranten seinen Rücktritt.

Jemens Präsident Ali Abdullah Salih ist nicht bereit auf die Proteste hin zurückzutreten. Quelle: dpa

Jemens Präsident Ali Abdullah Salih ist nicht bereit auf die Proteste hin zurückzutreten.

Sanaa/IstanbulEr werde sich den Protesten nicht beugen, erklärte der seit mehr als 30 Jahren amtierende Staatschef am Montag in der Hauptstadt Sanaa. „Diese Machtgierigen sollten zu zivilisiertem Benehmen zurückfinden und auf die Wahlurnen vertrauen. Wenn die Menschen ihnen glauben, werden wir ihnen die Macht übergeben.“ Der Weg zur Macht werde allerdings nicht über Chaos und das „Blut der jemenitischen Jugend“ führen.

Seit Mitte Februar fordern Demonstranten den sofortigen Rücktritt Salihs, der eine Präsidentenwahl bis Ende 2011 versprochen hat und dann nicht mehr antreten will. Sicherheitskräfte und Salih-Anhänger haben bisher fast 100 Regimegegner getötet und mehr als 1000 verletzt. Daneben schlägt sich das Regime mit dem Houthi-Aufstand im Norden und mit dem Islamisten-Feldzug eines Al-Kaida-Ablegers im Süden und Osten des Landes herum.

So sind bei einer Explosion in einer Munitionsfabrik im Südjemen nach Angaben von Ärzten mindestens 110 Menschen ums Leben gekommen. Noch seien aber nicht alle Opfer geborgen, hieß es. Unter den Toten seien auch Frauen und Kinder. Die Fabrik in der Provinz Abjan war zuvor von Islamisten gestürmt und ausgeplündert worden.

Am Tag zuvor hatte es Kämpfe zwischen islamistischen Extremisten und dem Militär gegeben: Die Armee versuchte, eine Koalition von Islamisten aus Jaar zu vertreiben, die am Samstag einige Gebäude besetzt hatten, darunter auch das Waffenlager. Die Auseinandersetzungen vom Sonntag schürten Ängste westlicher Staaten und des Nachbarn Saudi-Arabien, Jemen könnte ins Chaos abrutschen, wovon ein regionaler Zweig der Extremistenorganisation Al-Kaida profitieren könnte.

Die Extremisten nutzen nach Informationen jemenitischer Medien den seit Wochen andauernden Machtkampf zwischen Präsident Ali Abdullah Salih und seinen Gegnern aus, um ihren Einflussbereich zu vergrößern. Vor diesem Szenario warnen US-Terrorismusexperten schon seit längerer Zeit. Der Jemen gehört zu den wichtigsten Rückzugsorten des Terrornetzwerks Al-Kaida weltweit.

Die Nachrichten-Website „Marib Press“ berichtete, die Explosion habe sich ereignet, als Anwohner auf das Fabrikgelände in der Ortschaft Al-Hisn kamen, nachdem die „Dschihadisten“ wieder abgezogen waren. Das für Patronen bestimmte Pulver, das auf dem Gelände lagerte, habe sich entzündet.

Laut „Marib Press“ gelang es den Extremisten nicht, eine Zementfabrik in Abjan unter ihre Kontrolle zu bringen. Dort seien sie von Angehörigen der lokalen Stämme aufgehalten worden, hieß es. Es sei ihnen aber gelungen, in der Stadt Jaar in eine Villa des Präsidenten und in die lokale Radiostation einzudringen.

Kommentare (4)

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28.03.2011, 20:33 Uhr

Explosion im Jemen Islamisten überfallen Munitionsfabrik

Sicher sind die "Bewacher "(wenn es welche gegeben haben sollte ) selber Radikale Islamisten und haben sich großzügig dort bedient . Natürlich bietet sich dann eine Explosion an um alle Spuren die vielleicht auch Ausländer hätten finden können um die Täter zu stellen .
Wozu die Waffen gebraucht werden dürfte klar sein .

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28.03.2011, 20:35 Uhr

„Facebook“-Seite ruft zur Gewalt gegen Israel auf

Israel hat eine Schwäche für soziale Medien. Wie nun eine Studie ergab, weist das Land die - nach den Philippinen- zweithöchste Facebook-Durchdringungsrate auf der Welt auf. 89,8 Prozent aller israelischen Internet-Benutzer haben im vergangenen Monat mindestens einmal die Seite des Kontaktnetzwerks besucht. Insgesamt gibt es in Israel drei Millionen Facebook-Mitglieder, und die Zahl steigt täglich weiter an. Derzeit sorgt das Netzwerk allerdings auch für Verdruss. Grund ist eine islamistische Seite, die zur „Dritten Intifada“ (Aufstand der Palästinenser) aufruft und die „Befreiung Palästinas“ fordert.................

http://www.israelheute.com/default.aspx?tabid=179&nid=22979

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28.03.2011, 20:37 Uhr

Israel fürchtet zunehmend seine arabischen Mitbürger

In den internationalen Medien wird fast immer dasselbe Bild gezeichnet: Die Palästinenser leiden unter der israelischen „Besatzung“. Tatsächlich empfinden viele Juden das genaue Gegenteil: Sie werden von ihren arabischen Mitbürgern „unterdrückt“. Dabei geht es nicht darum, dass Israel von seinen muslimischen Nachbarstaaten isoliert und bedroht wird. Es geht vielmehr um den ganz normalen Alltag im Heiligen Land. Ganze Scharen von Arabern strömen unbehelligt in die jüdischen Wohnviertel und Einkaufszentren. Währenddessen können Juden die palästinensischen Autonomiegebiete und selbst die arabischen Stadtteile von Jerusalem nur sehr eingeschränkt besuchen. Es besteht die Gefahr, dass sie dort gelyncht werden.

http://www.israelheute.com/default.aspx?tabid=179&nid=22980

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