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19.01.2015

16:11 Uhr

Charlie Hebdo

Franzosen würdigen Hollandes Umgang mit Anschlägen

Frankreichs Präsident Francois Hollande ist laut Umfragen wieder beliebter. Die Bevölkerung würdigt Hollandes Umgang mit den Terroranschlägen von Paris. Der rechtsextreme Front National profitiert dagegen nicht.

Die Beliebtheitswerte von Francois Hollande schnellen derzeit nach oben. AFP

Die Beliebtheitswerte von Francois Hollande schnellen derzeit nach oben.

ParisNach Monaten im Umfragetief ist die Beliebtheit von Frankreichs Präsident Francois Hollande nach den Anschlägen von Paris sprunghaft angestiegen. In der am Montag veröffentlichten Erhebung des Magazins „Paris Match“ und des Senders Sud Radio schnellten Hollandes Werte in bislang beispielloser Weise im Vergleich zu Dezember um 21 Punkte nach oben auf 40 Prozent. So gut schnitt er seit fast zwei Jahren nicht ab. Ein ähnliches Bild bot zuvor bereits die aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts BVA. Hollande erhielt hier von 34 Prozent der Befragten Zuspruch, so viel wie seit Mai 2013 nicht mehr. Vor den Attentaten waren es lediglich 24 Prozent.

Anders als von vielen Experten erwartet profitierte der rechtsextreme Front National dagegen nicht von den Ereignissen in Paris, bei denen vor knapp zwei Wochen insgesamt 17 Menschen getötet wurden. Die Partei von Marine Le Pen verharrte in der BVA-Umfrage bei 28 Prozent. Hollandes Sozialisten legten dagegen vier Punkte zu auf 30 Prozent und rangierten damit erstmals seit September wieder vor dem Front National.

Warum Frankreich in der Krise steckt

Arbeitslosigkeit

Eines der sichtbarsten Probleme ist die Arbeitslosigkeit im Land. Sie bewegt sich seit Monaten auf Rekordniveau. Zuletzt waren fast 3,4 Millionen Menschen ohne Job. Damit liegt die Quote fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

Wachstum

Gleichzeitig kommt das Wachstum in der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone nicht in Gang. In den ersten beiden Quartalen dieses Jahres stagnierte die Wirtschaft sogar.

Handelsdefizit

Zudem hat Frankreich eine negative Bilanz beim Austausch mit anderen Wirtschaftsnationen. Das Außenhandelsdefizit lag im ersten Halbjahr 2014 bei 29,2 Milliarden Euro.

Sparprogramm

Im Kampf gegen die Krise hat sich die Regierung ein Sparprogramm vorgenommen. Bis 2017 plant Paris Einsparungen in Höhe von 50 Milliarden Euro.

Neuverschuldung

Es ist fraglich, ob Frankreich wie zugesagt im kommenden Jahr das EU-Defizitkriterium wird einhalten können. Demnach darf die Neuverschuldung nicht mehr als drei Prozent der Wirtschaftskraft betragen. An dieser Hürde war Frankreich in den vergangenen Jahren stets gescheitert.

Hollandes Beliebtheitswerte waren wegen ausbleibender Erfolge im Kampf gegen die Wirtschaftsflaute und einer umstrittenen Politik zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit zwischenzeitlich auf einen historischen Tiefstand von 13 Prozent gefallen. Doch nach den Anschlägen habe er aus Sicht vieler Franzosen Vorwürfe der Führungsschwäche erfolgreich gekontert, sagte einer der Demoskopen des Instituts Ifop. Dieses erstellte die Umfrage für „Paris Match“ und Sud Radio zwischen dem 16. und 17. Januar. Die BVA-Umfrage basiert auf Antworten, die am 13. und 14. Januar fast 1300 Menschen gaben.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

19.01.2015, 19:27 Uhr

Frankreichs Präsident Francois Hollande ist laut Umfragen wieder beliebter. Die Bevölkerung würdigt Hollandes Umgang mit den Terroranschlägen von Paris. Der rechtsextreme Front National profitiert dagegen nicht.

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Lernt die EU daraus ???

Mehr macht an die Polizei in der EU !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Und nicht wie in Portugal von Polizisten erwarten dass diese ihre Dienstfahrzeuge mit Regenwasser wachsen sollen...

und sogar WC-Papier von Zuhause mitbringen sollen.

Woanders in der EU wird von der Polizei abverlangt dass man mit Dienstfahrzeuge und dessen Kilometer zu sparen hat ???

Die EU lernt immer erst dazu wenn es oft zu spät ist !!!!!

Dann aber wundert sich die EU darüber dass sich so mancher Partei in Europa so Gut etabliert ?????




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