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19.01.2015

13:15 Uhr

„Charlie Hebdo“

Tschetschenen demonstrieren gegen Satirezeitschrift

Proteste in Grosny: Die neueste Ausgabe des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ trieb in Tschetschenien Zehntausende auf die Straße. Putin-Freund Ramsan Kadyrow ging voran.

Gut gefüllte Straßen in Grosny: Tschetschenen protestieren gegen Islam-Satire. dpa

Gut gefüllte Straßen in Grosny: Tschetschenen protestieren gegen Islam-Satire.

GrosnyZehntausende Menschen haben in der russischen Republik Tschetschenien gegen die jüngste Karikatur des muslimischen Propheten Mohammed in der französischen Satirezeitung „Charlie Hebdo“ protestiert. Das Bild sei „vulgär und unmoralisch“ erklärte der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow.

Bei der Demonstration am Montag in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny trugen die Teilnehmer Schilder mit der Aufschrift „Hände weg vom Propheten Mohammed“ und skandierten „Gott ist der Größte“.

Die Tschetschenen sind überwiegend Muslime. Im Islam ist die bildliche Darstellung des Propheten verboten. „Charlie Hebdo“ druckte in seiner jüngsten Ausgabe eine Mohammed-Karikatur auf der Titelseite. Zuvor hatten bewaffnete muslimische Extremisten die Redaktion des Blattes überfallen und dabei zwölf Menschen umgebracht.

Sie bezeichneten diese Aktion als Rache für früher veröffentlichte Karikaturen, die sich satirisch mit dem Islam auseinandersetzten. Die jüngste Karikatur hat auch in anderen muslimischen Ländern Proteste ausgelöst, die gewalttätigsten im afrikanischen Niger, wo zehn Menschen getötet wurden.

Kadyrow, der autokratisch mit harter Hand in Tschetschenien herrscht, wird von der Regierung in Moskau unterstützt. Seine Loyalität zu ihr demonstrierte Kadyrow voriges Jahr, als er eine Massenkundgebung zum Geburtstag des russischen Präsidenten Wladimir Putin veranstaltete. Einige Teilnehmer solcher Massendemonstrationen berichteten, sie seien von den Behörden zur Teilnahme genötigt worden.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Herr Helmut Paulsen

19.01.2015, 12:00 Uhr

Wozu provoziert und beleidigt die Zeitschrift unbedingt den Islam ? Sollen die Moslems sich unbedingt daran gewöhnen ?

Oder dient das nicht viel eher, um den IS-KOnflikt damit dach Europa "zu importieren" - um das ganze Haus Europa mit diesem Konflikt anzustecken ? Man kann durchaus den Eindruck haben.

Um eine Bedrohungslage für ganz Europa zu schaffen. Krise und Bedrohung als "Schmiedefeuer" für ein "Neues zentrales ferngesteuertes, entdemokratisiertes Europa".

Die Polizei ist "dauerbeschäftigt" mit Überwachung - Europa als "Freiland-Gefängnis" und Migrations-Schmelz-Tiegel. Demokratische Grundrechte werden immer weiter zurückgedrängt.

So arbeite eine Diktatur.

[...]

"Linke Gewalt gegen demonstrierende Bürger - Merkels Neujahrsansprache als Ansporn für die gewalttätige Antifa"

Wie im Zirkus Dressur der Tiere läuft Meinungs-Freiheit in Deutschland ab ! PFUI - BLOCKPARTEIEN !

---

[...] Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette  

Herr Helmut Paulsen

19.01.2015, 12:05 Uhr

"Die Polizei in Dresden hat alle Demonstrationen am kommenden Montag wegen „konkreten“ islamistischen Anschlagsdrohungen gegen einen Pegida-Organisator verboten. Medien und Politik haben alles getan, damit es soweit kommt. Es ist eine unheilige Allianz aus Linksextremisten, Islamisten und einem Staat, der seine eigenen Bürger verachtet. ..."

http://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/eine-schande-fuer-deutschland/

elly müller

19.01.2015, 12:26 Uhr

Wenn man die Proteste von vielen Moslems in allen, vom Islam regierten Ländern sieht, kommt einem das Grausen!

Wie unterbelichtet muss man sein, sich über eine Satire aufzuregen!

Aber es zeigt dem Westen, dass der Islam in seiner jetzigen, vielfältigen Auslegung, nicht zu unseren Wertevorstellungen gehören kann!

Hier wird eine Religion missbraucht um Macht über die Masse zu haben, um nichts anderes geht es dabei!

Ich wünschte, die Grenzen wären dicht!

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