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09.08.2013

14:28 Uhr

China

700 Millionen Euro aus Wohnungsbau-Projekt unterschlagen

In China steigen die Wohnungspreise seit Jahren rasant an. Dagegen hat die Regierung bereits ein soziales Bauprojekt für mehr erschwinglichen Wohnraum aufgelegt – doch die Millionen aus dem Projekt verschwinden.

Ganze 700 Millionen Euro aus dem Wohnungsbauprojekt sind bereits versickert. Die Regierung will den Skandal nun aufdecken. AFP

Ganze 700 Millionen Euro aus dem Wohnungsbauprojekt sind bereits versickert. Die Regierung will den Skandal nun aufdecken.

PekingAus einem Programm zum sozialen Wohnungsbau in China sind im vergangenen Jahr nach offiziellen Angaben umgerechnet mehr als 700 Millionen Euro unterschlagen worden. Das Geld sei unter anderem zur Tilgung von Krediten, für Investitionen im Ausland oder den Kauf von Land illegal abgezweigt worden, teilte der nationale Rechnungshof am Freitag mit. 360 Projekte oder Organisationen hätten Mittel aus dem Fonds unterschlagen.

Das Programm sieht vor, zwischen 2011 und 2015 etwa 36 Millionen bezahlbare Wohnungen in China zu bauen.

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Im vergangenen Jahr wurden dafür nach Behördenangaben mehr als hundert Milliarden Euro bereitgestellt. 2012 wurden demnach 5,9 Millionen Wohneinheiten fertiggestellt und 9,5 Millionen Familien unterstützt. 110.000 Familien hätten aber falsche Dokumente eingereicht, um Mittel aus dem Programm zu erhalten, hieß es weiter.

Die Wohnungspreise in China sind in den vergangenen Jahren trotz staatlicher Kontrolle rasant angestiegen. Die durchschnittlichen Kosten für ein Haus lagen im Juli nach Angaben des unabhängigen Forschungsinstituts China Index Academy bei rund 1250 Euro pro Quadratmeter. Das waren fast acht Prozent mehr als im Vorjahr.

Die chinesische Regierung hatte im März angekündigt, stärker gegen Korruption vorgehen zu wollen. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Skandale aufgedeckt.

Von

afp

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