Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.05.2015

18:38 Uhr

China baut Wirtschaft um

Bis 2025 vom Billigproduzenten zum High-Tech-Land

China will das auf Turbowachstum gepolte Wirtschaftsmodell des Landes auf Nachhaltigkeit trimmen. Die „Made in China 2025“-Strategie sieht eine Modernisierungsoffensive vor. Ein Vorbild findet sich in Deutschland.

Verstärkt gefördert sollen künftig etwa Raumfahrt, Mobilfunk, Datenverarbeitung, Internethandel, Biotechnologie, Hochgeschwindigkeitszüge und erneuerbare Energien werden. dpa

„Made in China“

Verstärkt gefördert sollen künftig etwa Raumfahrt, Mobilfunk, Datenverarbeitung, Internethandel, Biotechnologie, Hochgeschwindigkeitszüge und erneuerbare Energien werden.

PekingChina treibt den Umbau der Wirtschaft mit einer Modernisierungsoffensive voran. Das Kabinett veröffentlichte am Dienstag Details der „Made in China 2025“-Strategie. Damit soll sich China binnen zehn Jahren von einem Billigproduzenten zu einem High-Tech-Standort wandeln. Verstärkt gefördert sollen künftig etwa Raumfahrt, Mobilfunk, Datenverarbeitung, Internethandel, Biotechnologie, Hochgeschwindigkeitszüge und erneuerbare Energien werden.

Die Industrieproduktion habe das rasante Wirtschaftswachstum in den vergangenen 25 Jahren befeuert und China geholfen, zu einer großen Nation zu werden, hieß es in dem Kabinettsbeschluss. Nun müsse die Wirtschaft aber auf die nächste Stufe gehievt werden. Dazu gehöre der Ausbau des schnellen Internets ebenso wie Einsparungen beim enormen Energie- und Wasserverbrauch und ein besserer Umweltschutz.

Tourismus: Die Reise-Republik

Tourismus

Premium Die Reise-Republik

China entdeckt den Tourismus als neues Wachstumsfeld. In den vergangenen Jahren ist der Markt kontinuierlich um über zehn Prozent gewachsen. Nicht nur die Chinesen reisen gern im eigenen Land – auch Ausländer kommen.

Ministerpräsident Li Keqiang hatte die neue Strategie auf der jährlichen Tagung des Volkskongresses im März angekündigt. Als Vorbild gilt etwa auch die Initiative der Bundesregierung „Industrie 4.0“ für eine Digitalisierung und Vernetzung der Produktion. Die kommunistische Führung will damit das auf Turbowachstum gepolte Wirtschaftsmodell auf Nachhaltigkeit trimmen und sich langfristig von der Konzentration auf den Export verabschieden. Die Wirtschaft soll mehr von einem gestärkten Binnenkonsum des Milliardenvolks angetrieben werden. Dafür nimmt die Regierung auch ein langsameres Wachstum in Kauf.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×