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23.09.2011

09:35 Uhr

China

Demonstranten greifen Polizeistation an

Nach Gerüchten, Polizisten hätten ein Kind getötet, haben wütende Demonstranten eine Polizeistation im Süden Chinas angegriffen. Dabei seien mehr als zehn Polizisten verletzt und sechs Autos zerstört worden.

In der Südchinesischen Provinz Guangdong sind in diesem Jahr zahlreiche Proteste gegen soziale Ungerechtigkeit aufgekommen. imago stock&people

In der Südchinesischen Provinz Guangdong sind in diesem Jahr zahlreiche Proteste gegen soziale Ungerechtigkeit aufgekommen.

PekingDie Randalierer hätten das Polizeibüro der Stadt Lufeng in der Provinz Guangdong angegriffen, nachdem Gerüchte gestreut worden seien, Polizisten hätten ein Kind getötet. Wie die Behörden am Freitag mitteilten, blockierten die Demonstranten auch Straßen und plünderten ein Behördenbüro. Ein Nutzer des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo schrieb, alle Zufahrtswege nach Lufeng seien inzwischen vom Militär besetzt worden.    

Erste Proteste seinen bereits am Mittwoch aus Wut über den Verkauf von Land durch die örtliche Regierung ausgebrochen, teilten die Behörden mit. Die Proteste seien dann aber erst am folgenden Tag eskaliert. Demnach belief sich die Zahl der Demonstranten auf 200, die Zeitung "South China Morning Post" berichtete dagegen unter Berufung auf einen örtlichen Geschäftsmann von mehreren tausend Demonstranten.    

In der Provinz Guangdong sind in diesem Jahr zahlreiche Proteste gegen soziale Ungerechtigkeit aufgekommen. Im Juni lieferten sich hunderte Menschen Auseinandersetzungen mit der Polizei und zerstörten Fahrzeuge, nachdem ein Fabrikarbeiter durch eine Messerattacke verletzt worden war.

Von

afp

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