Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.10.2013

22:07 Uhr

China

Flammen unter Maos Portrait

VonFinn Mayer-Kuckuk

Nach dem mysteriösen Auto-Crash auf dem Tiananmen-Platz mehren sich Gerüchte, dass das Unglück eher ein Selbstmordanschlag war. Die vier Insassen blieben trotz des Feuers im Auto und starben.

Das Tor des Himmlischen Friedens, chinesisch „Tiananmen“, hat in China einen hohem Symbolwert. Proteste, die in seinem Umfeld stattfinden, erhalten stets besondere Beachtung. AFP

Das Tor des Himmlischen Friedens, chinesisch „Tiananmen“, hat in China einen hohem Symbolwert. Proteste, die in seinem Umfeld stattfinden, erhalten stets besondere Beachtung.

PekingAn einem der geschichtsträchtigsten Plätze Chinas, dem Tor des Himmlischen Friedens in Peking, hat sich am Montagmittag ein mysteriöses Autounglück ereignet, das Spekulationen zu einem Selbstmordanschlag nährt. Ein Geländewagen war von der Fahrbahn abgekommen, hatte mehrere hundert Meter auf dem Bürgersteig zurückgelegt und ging direkt unter dem bekannten Portrait des ehemaligen Machthabers Mao Zedong in Flammen auf, wie Augenzeugen im chinesischen Internet berichteten.

Die Insassen seien auch dann noch in dem Fahrzeug geblieben, als es angefangen habe zu brennen, berichtet ein Nutzer des Kurznachrichtendienstes „Weibo“. Drei Personen starben in dem Feuer. Ein ausländischer Tourist kam ums Leben, nachdem das Auto sie angefahren hatte. Weitere Passanten und Polizisten mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus.

Das Tor des Himmlischen Friedens, chinesisch „Tiananmen“, hat in China einen hohem Symbolwert. Proteste, die in seinem Umfeld stattfinden, erhalten stets besondere Beachtung. Auch buddhistische Mönche haben bereits versucht, sich hier selbst zu entzünden, um auf die Unterdrückung ihrer Religion durch den chinesischen Staat aufmerksam zu machen.

Auch Vertreter der Sekte „Falun Gong“ haben hier bereits demonstriert. Zahlreiche Polizisten in Uniform und in Zivilkleidung bewachen die Umgebung des Tores daher rund um die Uhr, weshalb die meisten Aktionen schon vor ihrer Ausführung verhindert werden. Im Jahr 1989 hatte die Regierung Demonstrationen von Pekinger Studenten auf dem Tiananmen-Platz mit Panzer niedergeschlagen.

Chinesische Medien berichteten lediglich von einem Verkehrsunfall mit drei Toten vor dem Tiananmen. Die Polizei hat den Platz sofort geräumt und abgeriegelt. Im Raum Peking nahmen Kontrollen durch Sicherheitskräfte großflächig zu. Polizisten verwehrten Journalisten den Zugang zu der Gegend und hielten ein Fernsehteam sogar zeitweilig fest.

Eine ausländische Touristin, die sich gerade auf dem Platz befand, spricht Berichten zufolge von einer „Explosion“ in dem Moment, als das Auto gegen ein Absperrgitter raste. Eine dichte Rauchwolke sei aufgestiegen und habe noch lange über dem Ort des tragischen Geschehens gestanden. Bewaffnete Polizisten haben die Schaulustigen sofort abgedrängt und sie daran gehindert, Bilder zu machen. Die Internet-Zensoren haben derweil Fotos, die Augenzeugen im ihre Blogs hochgeladen haben, sofort löschen lassen.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Namon

28.10.2013, 22:54 Uhr

Wer andere Völker - Tibeter , Uiguren- besetzt hält,ausplündert und kujoniert stört die himmlische Harmonie und wird seine Straflektion von dem Jadekaiser bekommen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×