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12.07.2017

12:48 Uhr

China

Liu Xiaobo liegt im Sterben

Der Zustand des chinesischen Nobelpreisträgers Liu Xiaobo, der an Leberkrebs leidet, ist nach Angaben seiner Ärzte lebensbedrohlich. Zumal seine Familie die Einführung eines Schlauches in die Luftröhre abgelehnt habe.

Der chinesische Nobelpreisträger Liu Xiaobo bei einem Interview vor seiner Verhaftung in Peking (China). Der Gesundheitszustand des chinesischen Nobelpreisträgers Liu Xiaobo hat sich nach Angaben seiner Ärzte weiter verschlechtert. Er leide unter Organversagen und seine Leberfunktion habe sich erneut verringert, teilte sein Krankenhaus am Mittwoch mit. dpa

Liu Xiaobo

Der chinesische Nobelpreisträger Liu Xiaobo bei einem Interview vor seiner Verhaftung in Peking (China). Der Gesundheitszustand des chinesischen Nobelpreisträgers Liu Xiaobo hat sich nach Angaben seiner Ärzte weiter verschlechtert. Er leide unter Organversagen und seine Leberfunktion habe sich erneut verringert, teilte sein Krankenhaus am Mittwoch mit.

Der chinesischen Nobelpreisträger Liu Xiaobo liegt nach Angaben seiner Ärzte im Sterben. Nach einer Mitteilung des Krankenhauses am Mittwoch versage seine Atmung, weshalb eine Intubation und künstliche Beatmung notwendig sei. Seine Familie habe die Einführung eines Schlauches in die Luftröhre jedoch abgelehnt.

Die Angaben konnten nicht überprüft werden, da Liu Xiaobo und seine Familienmitglieder im Krankenhaus unter Bewachung stehen.

Der Bürgerrechtler und Autor war 2009 wegen „Untergrabung der Staatsgewalt“ zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte ein Manifest veröffentlich, in dem er einen „freien, demokratischen und verfassungsmäßigen Staat“ einforderte. 2010 wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen.

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Wegen Leberkrebs im Endstadium war der 61-Jährige kürzlich aus dem Gefängnis in die Universitätsklinik der nordostchinesischen Stadt Shenyang verlegt worden. Dort steht er weiter unter Bewachung. Sowohl er als auch seine Frau wollen China verlassen. China lehnt eine Ausreise zur medizinischen Behandlung jedoch ab.

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