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27.06.2013

15:48 Uhr

China und Südkorea warnen

Nordkoreas Atomprogramm „ernste Bedrohung“

China und Südkorea üben den Schulterschluss. Bei ihrem Gipfeltreffen sind sich beide Präsidenten einig, dass Nordkorea seine Atomwaffen aufgeben muss. Sie etablieren einen „heißen Draht“ zwischen Peking und Seoul.

Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking nach ihrer gemeinsamen Erklärung. ap

Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking nach ihrer gemeinsamen Erklärung.

PekingChina und Südkorea machen gemeinsam Druck: Nordkoreas Atomwaffenprogramm sei eine „ernste Bedrohung des Friedens“, hieß es am Donnerstag nach Gesprächen von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye in Peking in einer gemeinsamen Erklärung. Das Regime in Pjöngjang wurde aufgefordert, seine bisher eingegangenen Verpflichtungen mit dem Ziel einer Beendigung seines Atomwaffenprogramms zu erfüllen, wie Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap ferner berichtete.

Nach dem Gipfeltreffen sagte Südkoreas Präsidentin, dass beide Länder unter keinen Umständen akzeptieren wollten, dass Nordkorea Nuklearwaffen besitze. In der gemeinsamen Erklärung hieß es, China und Südkorea wollten auf eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel hinarbeiten. Südkoreas Sicherheitsberater und der für Außenpolitik zuständige Staatsrat Yang Jiechi in Peking wollten einen hochrangigen Sicherheitsdialog aufnehmen. Auch werde ein „heißer Draht“ zwischen den Außenministern geschaffen, berichtete Yonhap weiter.

Das Treffen war das erste der Staatsoberhäupter, die beide relativ neu im Amt sind. Die gemeinsame Erklärung demonstrierte einen Schulterschuss gegen Nordkorea, das die Region mit seinem Raketentest im Dezember, dem Atomversuch im Februar und ständigen Kriegsdrohungen seit Monaten in Atem gehalten hatte. Erst vor ein paar Wochen hatte Pjöngjang wieder Dialogangebote an Südkorea, die USA und China gerichtet. Doch wird deren Ernsthaftigkeit noch angezweifelt.

Beide Präsidenten nannten Nordkoreas Atomwaffenprogramm nicht nur eine ernste Gefahr für die koreanische Halbinsel, sondern auch für Nordostasien und den Rest der Welt. Sie wollen ihre Anstrengungen verstärken, alle Formen des Dialogs im Rahmen der seit 2009 eingefrorenen Sechs-Parteien-Gespräche zu fördern, schrieb Yonhap. Auch wollten sie versuchen, diese Verhandlungsrunde selbst wieder aufzunehmen. Zu den Teilnehmern gehörten außer Nordkorea, China und Südkorea auch die USA, Japan und Russland.

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