Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.07.2014

11:06 Uhr

China vor der EU-Haustür

Freihandel mit der Schweiz beginnt

Ab heute beginnt der Freihandel: Chinesische Billigware macht vielen Unternehmen in der EU Sorgen. In der Exportnation Schweiz hingegen sieht man im ungehinderten Handel mit dem Reich der Mitte vor allem Vorteile.

Ein Containerhafen in China: Die Schweiz wird am Dienstag in Basel ihr Freihandelsabkommen mit China zeremoniell in Kraft setzen. dpa

Ein Containerhafen in China: Die Schweiz wird am Dienstag in Basel ihr Freihandelsabkommen mit China zeremoniell in Kraft setzen.

BaselDie Ortswahl wirkt durchaus symbolisch: Ausgerechnet in den Basler Rheinhafen – also in Sichtweite zur deutschen und zur französischen EU-Außengrenze – hat die Schweiz eingeladen, um am Dienstag ihr Freihandelsabkommen mit China offiziell in Kraft zu setzen.

Seit dem 1. Juli fallen in der Alpenrepublik Zölle für Industrie-Exporte aus dem Reich der Mitte weg. Zugleich beginnt dort der Abbau von Handelsschranken für Schweizer Produkte. Unternehmer in der Eidgenossenschaft klatschen vor Freude in die Hände.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Während Großbritanniens Premier David Cameron vergeblich bei der EU für eine rasche Aufnahme von Verhandlungen mit Peking über ein Freihandelsabkommen plädierte, hat die Schweiz Nägel mit Köpfen gemacht. Das Kalkül: „Wenn sich Schweizer Firmen vor ihren Konkurrenten aus der EU in China positionieren können, haben sie einen klaren Wettbewerbsvorteil“, sagte Daniel Küng, Chef der Außenwirtschaftsorganisation Switzerland Global Enterprise (SGE), der „NZZ am Sonntag“.

Eine SGE-Studie geht davon aus, dass Schweizer Exporte nach China nun jährlich um 5 Prozent wachsen. Die Zolleinsparungen würden sich bis 2028 auf etwa 5,8 Milliarden Franken belaufen (4,8 Milliarden Euro). Insgesamt könnten Schweizer Exporteure bereits 2015 mehr als 100 Millionen Franken einsparen – bei Uhren, Medikamenten, Chemieprodukten, Präzisionsinstrumenten oder Schokolade. „Diesen Vorteil haben ihre deutschen Konkurrenten nicht“, sagte Küng.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×