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19.01.2011

11:05 Uhr

Chinesischer Besuch

US-Wirtschaft hofft auf Milliardendeals

VonMarkus Ziener

Schon im Vorfeld der Anreise des chinesischen Präsidenten Hu Jintao hat die US-Regierung Peking gedrängt, ein dickes Kaufpaket zu schnüren. Von über 40 Verträgen mit einem Volumen von insgesamt mehreren zehn Milliarden Dollar ist die Rede, die Hu in Chicago und Washington unterschreiben soll.

Chinas Präsident Hu Jintao ist zu Besuch in den USA DAPD

Chinas Präsident Hu Jintao ist zu Besuch in den USA

WASHINGTON. Groß sind die Hoffnungen der amerikanischen Industrie, dass sich der Besuch des chinesischen Präsidenten Hu Jintao auch in gefüllten Auftragsbüchern niederschlagen wird. Im Vorfeld der Reise hat die US-Regierung deshalb Peking gedrängt, vor dem Staatsbesuch ein dickes Kaufpaket zu schnüren. Von über 40 Verträgen mit einem Volumen von insgesamt mehreren zehn Milliarden Dollar ist die Rede, die Hu in Chicago und Washington unterschreiben soll. Dabei geht es beispielsweise um teure Boeing-Flugzeuge, Autoteile und Rindfleisch.

In Chicago hieß es, die Details der Vertragsabschlüsse würden am 21. Januar bekanntgegeben, wenn Hu in Chicago erwartet wird. Schon jetzt ist aber bekannt, dass amerikanische und chinesische Firmen auf dem Energiesektor miteinander ins Geschäft kommen. Dabei soll es um einen Mix aus erneuerbaren Energien gehen, um Biosprit und Kohletechnologie.

Welche Firmen im einzelnen an den Geschäften beteiligt sind, hält US-Energieminister Steven Chu bislang allerdings noch unter Verschluss. In Branchenkreisen wird vermutet, dass China am Kauf von Windturbinen interessiert sein könnte. Peking war erst kürzlich zum Land mit den größten Kapazitäten für Windenergie aufgestiegen.

Neue Absatzchancen auf dem chinesischen Energiesektor sind für die amerikanische Energiewirtschaft von enormer Bedeutung. In den USA dürfte die Nachfrage nach Kohle tendenziell fallen, weil Kohle zunehmend von Gas abgelöst wird. Außerdem rechnen die US-Energiefirmen damit, dass strengere Emissionsgrenzen in den USA das Geschäft mit fossilen Energien erschweren werden. China mit seinem wachsenden Bedarf an Energie wäre da ein hochwillkommener Ersatzmarkt.

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