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16.07.2013

14:30 Uhr

Christine Lagarde mahnt

Vorsicht bei Ausstieg aus lockerer Geldpolitik

Die Notenbanken nehmen es mit der Geldpolitik derzeit etwas lockerer, die Märkte haben sich drauf eingestellt. Deshalb warnt IWF-Chefin Lagarde, die Vorgehensweise nur langsam zu ändern – wenn überhaupt.

IWF-Chefin Christine Lagarde: Lob für „gewaltige positive Impulse“ der lockeren Geldpolitik. Reuters

IWF-Chefin Christine Lagarde: Lob für „gewaltige positive Impulse“ der lockeren Geldpolitik.

BukarestIWF-Chefin Christine Lagarde fordert von den Notenbanken der Welt viel Fingerspitzengefühl beim Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes. Die ultralockere Geldpolitik müsse „vorsichtig heruntergefahren werden“, betonte die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Dienstag auf einer Konferenz in Bukarest. Der von der US-Notenbank Fed, der Bank of England, der EZB und der Bank of Japan eingeleitete Kurs habe Folgen für die globalen Kapitalströme. Anfangs habe diese Linie "gewaltig positive Impulse" ausgelöst. Welche Auswirkungen sich auf andere Länder beim Herunterfahren ergäben, bleibe abzuwarten. Hierbei sei Filigranarbeit gefordert, betonte Lagarde.

Schwellenländer, wie etwa Südkorea, haben angekündigt, am Wochenende auf dem G20-Treffen in Moskau mit den Partnern aus den Industriestaaten über Zeitpunkt und Risiken eines Ausstiegs aus der extrem lockeren Geldpolitik reden zu wollen. „Das richtet sich vor allem an die US-Notenbank Fed, weniger an die EZB“, erläuterte ein europäischer G20-Experte. „Da gibt es wohl einen Riesenkrach“, heißt es in G20-Kreisen. Diese Schwellenländer fürchten, Leidtragenden des Kurswechsels zu werden.

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Aber auch die massiven Geldspritzen der Fed hatten für manche Schwellenländer schon negative Effekte. Sie wurden Ziel von unwillkommen hohen Kapitalzuflüssen, die auf der Suche nach Rendite das Land überschwemmten. Das wiederum beschwor die Gefahr von Preisblasen herauf. Daher schotteten sich mehrere Länder mit Kapitalverkehrskontrollen gegen die Geldschwemme aus den USA ab, auch, weil ihre Landeswährungen zum Dollar stark aufwertetet wurde, was ihren Export bremste.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Auslandsdeutscher

16.07.2013, 17:09 Uhr

Mit der Aussage, der von der US-Notenbank Fed, der Bank of England, der EZB und der Bank of Japan eingeleitete Kurs (des Gelddruckens) habe "gewaltig positive Impulse" ausgelöst, macht sich Frau Lagarde (Juristin, qualifiziert für ihr jetziges Amt allein aufgrund politischer Karriere) nur noch lächerlich.
Sie soll einfach einmall mit ein paar jungen Franzosen sprechen und sie fragen, ob diese ein paar gewaltige positive Impulse von der staatlichen Gelddruckmaschine auf ihre Leben bemerkt haben.

Account gelöscht!

16.07.2013, 17:12 Uhr

"Vorsicht bei Ausstieg aus lockerer Geldpolitik"

Wie kann ein Vogel wie Lagarde, mit soviel Dreck an den Federn noch vor etwas warnen dürfen.


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