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06.02.2006

13:45 Uhr

Chronologie

Ursprung des Streits: Am Anfang war ein Kinderbuch

Die Ursprung des Streits um die dänischen Mohammed-Karikaturen liegt vier Monate zurück. Ein dänischer Kinderbuchautor brauchte Bilder über das Leben des Propheten. Aus Angst vor Islamisten fand sich erst kein Zeichner. Dann half die Zeitung "Jyllands-Posten". Das Blatt veröffentlichte zwölf Karikaturen. Anschließend überschlugen sich die Ereignisse:

9. Oktober: Muslime in Dänemark verlangen eine Entschuldigung.

14. Oktober: Zwei der Zeichner müssen nach Morddrohungen untertauchen. 3500 Muslime demonstrieren friedlich in Kopenhagen.

19. Oktober: Elf Botschafter muslimischer Länder fordern Regierungschef Anders Fogh Rasmussen schriftlich auf sich zu distanzieren. Dieser lehnt mit Hinweis auf die Pressefreiheit ab.

November/Dezember: Eine Delegation dänischer Imame (Vorbeter)reist durch mehrere arabische Länder, um Proteste zu organisieren.

10. Januar 2006: Norwegens „Magazinet“ druckt die Karikaturen nach.

26. Januar: Saudi-Arabien zieht seinen Botschafter aus Dänemark ab. Seit Wochen kursierten in Saudi-Arabien Aufrufe zum Boykott dänischer Produkte.

30. Januar: „Jyllands-Posten“ entschuldigt sich für die Verletzung religiöser Gefühle. Zugleich distanziert sich Rasmussen im Fernsehen von den Zeichnungen. Bewaffnete Palästinenser stürmen ein Büro der Europäischen Union in Gaza.

1. Februar: Mehrere europäische Zeitungen, darunter „Die Welt“ in Deutschland, drucken Karikaturen nach. Syrien ruft seinen Botschafter aus Dänemark ab.

4. Februar: In Syriens Hauptstadt Damaskus setzen Demonstranten ungehindert die norwegische und die dänische Botschaft in Brand. Auch die Vertretungen Schwedens und Chiles im selben Haus gehen in Flammen auf. UN-Generalsekretär Kofi Annan ruft Muslime zur Annahme der Entschuldigung von „Jyllands Posten“ auf.

5. Februar: Wütende Muslime legen Feuer am dänischen Konsulat in der libanesischen Hauptstadt Beirut.

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