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03.08.2015

21:58 Uhr

Clean Power Plan

Obama definiert Klimawandel als größte Gefahr der Welt

Die US-Republikaner haben bereits klargestellt, was sie von den Klimaschutz-Maßnahmen des US-Präsidenten halten – nichts. Nun stellt Barack Obama seine Pläne vor. Die Kohleindustrie schäumt.

Neuer Klima-Plan

„Klimawandel stellt größte Bedrohung der Menschheit dar“

Neuer Klima-Plan: „Klimawandel stellt größte Bedrohung der Menschheit dar“

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WashingtonDer Klimawandel stellt nach Ansicht von US-Präsident Barack Obama die größte Bedrohung für die Menschheit dar. Die Welt werde wahrscheinlich nicht in der Lage sein, die Erderwärmung rückgängig zu machen, wenn nicht drastische Maßnahmen ergriffen würden, sagte Obama am Montag.

"Keine Herausforderung stellt eine größere Bedrohung für unsere Zukunft und künftige Generationen dar als der Klimawandel", sagte Obama. Seine Regierung wolle den weltweiten Kampf gegen die Erderwärmung anführen, bevor es "zu spät" sei. Der Plan für saubere Energie sei "der bedeutendste Schritt", den die Vereinigten Staaten jemals für den Klimaschutz unternommen hätten. "Wir haben nur einen Planeten. Es gibt keinen Plan B."

Der US-Präsident stellte im Weißen Haus die endgültige Fassung seines Plans zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen von Kraftwerken vor. Bedenken, sein Plan werde Arbeitsplätze vernichten, die Energiekosten in die Höhe treiben und vor allem die Armen treffen, wies Obama zurück. Letztendlich werde die Energie-Rechnung für die Amerikaner niedriger ausfallen.

Die neuen Regeln bauen auf einem Vorschlag auf, den die Umweltschutzbehörde EPA vor einem Jahr vorgelegt hatte. Erstmals schreibt die Regierung landesweit verbindliche Ziele für die Reduzierung der CO2-Emissionen im Energiesektor vor.

Erneuerbare Energien statt Kohle

Im Vergleich zum Jahr 2005 muss der Kohlendioxidausstoß von Kraftwerken bis 2030 um 32 Prozent gesenkt werden. Dazu sollen vermehrt erneuerbare Energien an die Stelle von fossilen Brennstoffen und insbesondere der Kohle treten. Bislang sah der vor einem Jahr veröffentlichte Entwurf eine Reduzierung um 30 Prozent vor.

Der Anteil von Kohlekraftwerken an der Stromproduktion soll bis 2030 nicht auf 30 sondern auf 27 Prozent gesenkt werden. Im vergangenen Jahr lag der Anteil bei 39 Prozent.

EPA-Chefin Gina McCarthy nannte das Ziel "vernünftig" und "erreichbar". Betroffen von der Neuregelung sind nach Angaben des Weißen Hauses rund 1000 Kraftwerke, darunter mehr als 600 Kohlekraftwerke, die besonders viel CO2 ausstoßen.

Die einzelnen Bundesstaaten müssen nun konkrete Pläne ausarbeiten, wie sie die Vorgaben der Umweltschutzbehörde umzusetzen gedenken. Bis zum September 2016 müsse die Pläne vorliegen, die Frist kann um maximal zwei Jahre verlängert werden. Ab 2022 greifen dann verpflichtende CO2-Obergrenzen.

Kommentare (5)

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04.08.2015, 08:53 Uhr

Es gibt keinen CO2-Treibhauseffekt. Das haben Gerlich/Tscheuschner bereits 2009 in einer umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit, die in einem internationalen wissenschaftlichen Journal erschienen ist, bewiesen.

Inzwischen liegt eine autorisierte deutsche Übersetzung dieser Arbeit auf der Web-Site eines der Autoren vor.

Siehe: http://tsch.de/do/falsi.pdf

Wer es sich zutraut, einen wissenschaftlichen Text, der auch physikalische Gleichungen und Formeln enthält, zu lesen, sollte das tun.

Zwei Argumente sind:

1. Die von den Treibhausanhängern betriebene Anwendung des Stefan-Boltzmann-Gesetzes auf Durchschnittswerte ist aus verschiedenen mathematischen und physikalischen Gründen von Anfang an verkehrt. Alle darauf beruhenden Annahmen sind wertlos.

2. Der "Treibhauseffekt" beschreibt ein Perpetuum mobile der 2. Art. Das ist nach dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik eine absolute Unmöglicheit.


Herr Marcel Europaeer

04.08.2015, 09:39 Uhr

Zitat Obama: "Keine Herausforderung stellt eine größere Bedrohung für unsere Zukunft und künftige Generationen dar als der Klimawandel"

Das bedeutet nach meiner Meinung nicht, dass "Obama definiert (den) Klimawandel als größte Gefahr der Welt" sieht. Es gibt mit Sicherheit aktuell ähnliche Gefahren wie z.B. religiöser Fanatismus oder Überbevölkerung. Der Unterschied ist, dass alle "normalen" Menschen gewillt sind, Extremismus und Überbevölkerung als Gefahr anzuerkennen. Wenn es aber darum geht, die eigene Lebensweise mit dem entsprechenden Ressourcenverbrauch und der Umweltverschmutzung in Frage zu stellen, kommen ganz schnell Wissenschaftsfeinde, Klimaleugner und Industrielobbyisten auf den Plan.

Da wird keine Gelegenheit ausgelassen, sich zum Deppen zu machen (Draußen liegt Schnee; wie kann es dann wärmer werden?) aber solange man noch genug "Mit-Deppen" findet, hat man ja möglicherweise sein Ziel erreicht.

Die Öl- und Kohlelobbyisten laufen sich schon einmal warm und werden wie schon seit 20 Jahren den anthropogenen Klimawandel so lange leugnen, wie sie Geld dafür bekommen.

Dieses Jahr wird ein weiteres globales Temperatur-Rekordjahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Vielleicht wird dieser Umstand die grauen Zellen der Teilnehmer an der Weltklimakonferenz in Paris anregen. Man kann es nur hoffen.

Noch ein Wort zu den USA: Wenn die Republikaner sich die Meinung der Klimaleugner zu eigen machen, werden sie keine Chance haben, den nächsten Präsidenten / die nächste Präsidentin zu stellen. Die Folgen der globalen Erwärmung sind auch in den USA unübersehbar; selbst für den bildungsfernsten US-Amerikaner.

Herr Michael Rensler

04.08.2015, 10:05 Uhr

Es gibt nur Thesen und keine Beweise.
Gerlich/Tscheuschner wurden schon mehrfach widerlegt auch wegen fundamentaler Fehler in der Strahlentheorie.
Fakt ist:
CO2 gelangt vermehrt durch den Menschen in die Atmosphäre und verändert damit das Gleichgewicht welches sich die Natur über Millionen-Jahre geschaffen hat. Welche Auswirkungen letztendlich der CO2-Gehalt hat ist irrelevant.
Ich halte einen starken Bevölkerungsrückgang für die bessere Methode um den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

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