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23.12.2014

11:27 Uhr

Cliff Sloan

Guantanamo-Beauftragter legt Amt nieder

Cliff Sloan, Sondergesandter für die geplante Schließung des US-Gefangenenlagers Guantanamo, hat seinen Rücktritt erklärt. Laut Medienbericht sei er unzufrieden über die in seinen Augen zu geringe Zahl an Freilassungen.

Das US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba. US-Präsident Barack Obama bemüht sich seit seinem Amtsantritt im Januar 2009, das international kritisierte Lager zu schließen. AFP

Das US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba. US-Präsident Barack Obama bemüht sich seit seinem Amtsantritt im Januar 2009, das international kritisierte Lager zu schließen.

WashingtonDer Sondergesandte der US-Regierung für die seit Jahren angestrebte Schließung des umstrittenen Gefangenenlagers Guantanamo hat seinen Rücktritt erklärt.

US-Außenminister John Kerry sagte am Montag in Washington, der Sondergesandte Cliff Sloan gebe den Posten wie geplant nach 18 Monaten auf. Der Guantanamo-Beauftragte habe großen Anteil daran, dass in dieser Zeit 34 Insassen des Gefangenenlagers entlassen worden seien.

Die „New York Times“ berichtete hingegen unter Berufung auf Regierungsvertreter, Sloan sei unzufrieden gewesen, weil das Verteidigungsministerium zu wenige Freilassungen genehmigt habe. Der Jurist war im Juni 2013 vom Außenministerium mit der Aufgabe betraut worden. Für das Pentagon arbeitet seit Oktober 2013 der Rechtsexperte Paul Lewis als Guantanamo-Sondergesandter.

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US-Präsident Barack Obama bemüht sich seit seinem Amtsantritt im Januar 2009, das international kritisierte Gefangenenlager zu schließen. Er stößt mit seinen Plänen aber in Parlament, Justiz und Öffentlichkeit auf heftigen Widerstand.

Nach der Freilassung mehrerer Insassen in den vergangenen Wochen werden noch 132 Häftlinge in dem zu einem US-Marinestützpunkt auf Kuba gehörende Lager festgehalten.

Von

afp

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