Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.10.2011

21:26 Uhr

Clinton warnt Iran

Soldaten-Abzug bedeutet nicht Rückzug

Am Freitag hat US-Präsident Barack Obama den Irak-Krieg für beendet erklärt. Nun stellt Außenministerin Hillary Clinton klar: Die USA bleiben dem Land als Unterstützung erhalten. Dabei schaut sie auf den Iran.

US-Außenministerin Hillary Clinton bei einer Rede in Tadschikistan. dapd

US-Außenministerin Hillary Clinton bei einer Rede in Tadschikistan.

WashingtonUS-Außenministerin Hillary Clinton hat den Iran davor gewarnt, den Abzug der US-Truppen als Rückzug der USA aus dem Irak zu verstehen. In einer Reihe von Interviews sagte Clinton am Sonntag mehreren US-Sendern, die USA würden den Irak weiter unterstützen.

So würde die Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Sicherheitskräften im Rahmen eines Programms fortgesetzt, wie es beispielsweise mit Kolumbien praktiziert würde. Auch wenn die USA ihre Kampftruppen aus dem Irak abzögen, unterhielten sie doch durch ihre Stützpunkte in der Region weiterhin eine starke Präsenz, die der Iran besser nicht ignorieren sollte, sagte Clinton.

Bereits am Samstag hatte die Außenministerin bei einem Besuch in Tadschikistan betont, dass die USA auch nach dem angekündigten Truppenabzug aus dem Irak enge Beziehungen zur Führung in Bagdad unterhalten wollten. „Unsere Unterstützung für eine Zukunft des Iraks als stabile und demokratische Nation bleibt groß“, sagte sie.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

24.10.2011, 01:14 Uhr

Das dürfte Iran nicht stören. Iran hat mehrfach betont, dass er jede zivile Hilfe für sein Nachbarland Irak gerne sieht. Das Problem für Iran war einfach die militärische Besatzung. Oder wie würde Deutschland sich mit chinesischen Panzern in Polen fühlen?

Das gleiche hatte Iran auch schon vor langer Zeit zu Afghanistan betont: http://irananders.de/nachrichten/news/article/irans-vorschlaege-bei-der-afghanistan-konferenz.html

sirus77

24.10.2011, 14:09 Uhr

im grunde ist Iran zu den US-Truppen näher als gewollt, sogar durch deren Truppenaufgebot in Nachbarsländer eingekreist !
Dass dabei oft eine Nachricht seitens labilen ungewollten Regierung scharf klingend rüber kommt ist wohl einfach zu verstehen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×