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12.02.2016

01:54 Uhr

Clintons E-Mails

Alles muss raus

Als Außenministerin hat Hillary Clinton dienstliche E-Mails über einen privaten Server laufen lassen. Das könnte ihren Wahlkampf gefährden. Nun ist klar, bis wann Clinton den Schriftwechsel herausrücken muss.

Mehrere US-Politiker sollen geheime Informationen über ihre privaten E-Mail-Konten empfangen haben. Hillary Clinton ließ ihre dienstlichen E-Mails über einen privaten Server laufen. ap

Hillary Clinton

Mehrere US-Politiker sollen geheime Informationen über ihre privaten E-Mail-Konten empfangen haben. Hillary Clinton ließ ihre dienstlichen E-Mails über einen privaten Server laufen.

WashingtonDie restlichen E-Mails, die Hillary Clinton in ihrer Zeit als Außenministerin über einen privaten Server verschickt hat, müssen bis Ende des Monats veröffentlicht werden. Das verfügte ein Gericht in Washington am Donnerstag. Die nächste Tranche ist demnach bis Samstag fällig, weitere müssen bis zum 19., 26. und 29. Februar folgen.

Als Außenministerin (2009-2013) hatte Clinton ihren dienstlichen Schriftwechsel über einen privaten Server laufen lassen. Dafür steht sie massiv in der Kritik.

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Das kann böse Folgen für die Kandidatin haben. Einige E-Mails, die auf Hillary Clintons E-Mail-Server gefunden wurden, sind jetzt nachträglich als „top secret“ eingestuft worden. Die Mitteilung kam nur drei Tage vor einer wichtigen Vorwahl.

Im Dezember 2014 übergab Clinton rund 30.000 E-Mails an das State Department und die Bundespolizei FBI. Insgesamt umfasst das E-Mail-Archiv etwa 55.000 Seiten. Mit der Veröffentlichung der Dokumente begann das Außenministerium im vergangenen Mai. Das FBI ermittelt, ob sie auf dem Server auch vertrauliche Informationen verschickte oder empfing.

Clinton hatte die Nutzung des privaten Servers als Fehler bezeichnet. Die republikanischen Präsidentschaftsbewerber griffen sie dafür massiv im Wahlkampf an.

Die 68 Jahre alte Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton galt lange als unangefochtene Favoritin bei den Demokraten. Am Dienstag musste sie bei der Vorwahl im Bundesstaat New Hampshire allerdings eine herbe Niederlage einstecken. Ihr Konkurrent Bernie Sanders lag um 20 Prozentpunkte vor ihr.

Von

dpa

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