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06.03.2013

03:21 Uhr

„Comandante“ Chavez

Venezuelas Präsident Hugo Chavez ist tot

Der venezolanische Präsident Hugo Chavez ist tot. Chavez hatte an einer Krebserkrankung gelitten. Zuletzt erhob sein Stellvertreter Vorwürfe, die Erkrankung des Präsidenten wäre von außen gesteuert gewesen.

Hugo Chávez

Venezuelas Präsident tot

Hugo Chávez: Venezuelas Präsident tot

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CaracasVenezuelas Staatschef Hugo Chávez hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Der 58-Jährige starb am Dienstag nach langer Krankheit in einem Militärhospital in Caracas. Die Todesnachricht wurde von Vize-Präsident Nicolás Maduro in einer Rundfunkansprache verkündet. Das Militär stellte sich hinter die Verfassung und ist landesweit im Einsatz. Weltweit löste die Nachricht vom Tod des Staatschefs Betroffenheit aus. US-Präsident Barack Obama, den Chávez stets heftig kritisiert hatte, signalisierte das Interesse der USA an konstruktiven Beziehungen zu Caracas.

Der „Comandante“ war erst am 18. Februar nach über zwei Monaten Behandlung aus Kuba nach Caracas zurückgekehrt. Am Montag hatte sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert, nachdem erneut eine schwere Atemweginfektion aufgetreten war. Maduro rief seine Landsleute zur Besonnenheit auf. „Im immensen Schmerz dieser historischen Tragödie, die unser Vaterland berührt, rufen wir alle Landsleute auf, Wächter des Friedens, der Liebe, des Respekts und der Ruhe in diesem Vaterland zu sein“, sagte der Vize-Präsident.

Verteidigungsminister Diego Molero versicherte, die Armee werde die Bevölkerung und die Verfassung des Landes schützen. „Von diesem Moment an sind wir in der Mission, die Verfassung zu erfüllen oder erfüllen zu lassen für das Wohl des Vaterlandes und der Republik“, sagte der Minister. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Agencia Venezolana de Noticias trat der Tod um 16.47 Uhr am Dienstag ein. Maduro nannte als Sterbezeitpunkt 16.25 Uhr.

Hugo Chavez, Präsident von Venezuela, ist tod. dpa

Hugo Chavez, Präsident von Venezuela, ist tod.

Obama bekräftigte das Interesse der USA an konstruktiven Beziehungen zu Venezuelas Regierung. „Während Venezuela ein neues Kapitel in seiner Geschichte beginnt, engagieren sich die Vereinigten Staaten weiter für eine Politik, die demokratische Prinzipien, Rechtsgrundsätze und den Respekt für Menschenrechte unterstützt“, erklärte Obama. Venezuela hatte erst am Dienstag zwei US-Militärattachés wegen mutmaßlicher Verwicklung in „konspirative Pläne“ des Landes verwiesen. Die USA wiesen die Behauptungen als abwegig zurück.

Die offizielle Trauerfeier findet am Freitag statt. Das teilte Außenminister Elías Jaua am Dienstag (Ortszeit) in Caracas mit. Anschließend soll Chávez beigesetzt werden. Der Ort war zunächst noch unklar. Zu der Zeremonie in der Militärakademie von Caracas werden am Freitag zahlreiche Staatschefs aus der ganzen Region erwartet. Der Leichnam sollte am Mittwoch von Hospital in die Akademie übergeführt und aufgebahrt werden. Jaua verkündete zugleich eine siebentägige offizielle Staatstrauer.

Kommentare (24)

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Account gelöscht!

05.03.2013, 23:12 Uhr

Tas Hantelsblad sollde ein neues Rächtschreypbrogramm gaufen.

anacondafucker

05.03.2013, 23:17 Uhr

Dios te protege, Sr. Presidente!

Rechner

05.03.2013, 23:19 Uhr

Hugo Chavez hinterläßt bei mir zwiespältige Gefühle.

Einerseits hatte er ein großes Herz und hat sein Land entschloßen von den US-Imperialisten unabhängig gemacht.

Andrerseits wäre es noch untertrieben, viele seiner wirtschaftspolitischen Vorstellungen und Vorhaben als illusionär zu bezeichnen.

Was aber nicht als Entschuldigung für die teilweise widerwärtige Kampagne der ortsansässigen Oligarchie gegen ihn gemeint ist.

...

Aber so ist das Leben eben - selten schwarz und weiß, eher Schattierungen von Grau.

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