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13.01.2007

12:27 Uhr

Condoleezza Rice bestätigt

Bush genehmigte US-Operationen gegen Iraner im Irak

Die jüngsten US-Militäroperationen gegen Iraner im Irak sind von Präsident George W. Bush angeordnet worden. Bereits vor mehreren Monaten habe Bush den Befehl erteilt, gegen Netze iranischer Agenten vorzugehen, sagte Außenministerin Condoleezza Rice der „New York Times“.

George W. Bush ordnete die Operationen gegen Iraner im Irak an. Foto: Archiv dpa

George W. Bush ordnete die Operationen gegen Iraner im Irak an. Foto: Archiv

HB WASHINGTON. Hintergrund seien die zunehmenden gewaltsamen Aktivitäten der Iraner im Irak. Der BBC sagte Rice am Samstag, die US-Operationen stellten keine Ausweitung des Irak-Konflikts dar. Bush hatte am Mittwoch dem Iran aber auch Syrien vorgeworfen, die Gewalt im Irak zu schüren. US-Einheiten sind in dieser Woche mindestens zwei Mal gegen mutmaßliche iranische Agenten vorgegangen. In der nordirakischen Stadt Erbil wurden in einem vom Iran genutzten Gebäude fünf Menschen unter Terrorverdacht festgenommen. Zwar genoss das Gebäude nach übereinstimmenden Angaben beider Seiten keinen diplomatischen Status. Die Regierung in Teheran erklärte jedoch, dort sei ein Verbindungsbüro des Iran untergebracht.

Bereits im Dezember nahmen US-Kräfte mehrere Iraner in Bagdad unter dem Vorwurf fest, Anschläge geplant zu haben. Nach Angaben des US-Militärs und iranischer Exilanten gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass viele der gegen US-Einheiten eingesetzten Bomben im Iran hergestellt wurden.

Rice sagte der BBC, der Bush-Befehl sei „keine Eskalation, sondern einfach gute Politik“. Es gebe keine Regierung in der Welt, die einfach ruhig zusehe, wenn eigene Soldaten im Irak durch iranische Netze getötet würden. Bush hatte angekündigt, die Unterstützung Aufständischer aus dem Iran und Syrien zu unterbrechen. Beide Staaten haben die Vorwürfe zurückgewiesen. Kongressabgeordnete zeigten sich besorgt, dass damit der Irak-Konflikt auf die beiden Nachbarstaaten übergreifen könne.

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